Josef Schmülgen absolviert 1000. Wettkampf

Von: Anneliese Lauscher
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Er läuft und läuft und läuft: Josef Schmülgen. Foto: ale

Nideggen-Rath. Mit 77 Jahren läuft Josef Schmülgen aus Nideggen-Rath immer noch (fast) allen davon. In diesem Jahr gewann der Athlet des TuS Schmidt vier Cupwertungen – ein Beweis, dass „Spätzünder“ ganz viel erreichen können.

„Ich habe erst mit 42 Jahren angefangen, das Laufen zu trainieren“, erinnert sich Josef Schmülgen und fügt mit verschmitztem Lächeln hinzu: „Da kamen eines Tages die Nideggener Läufer Eberhard Dittmar, Matthias Büschel und Karl Zöll an meinem Grundstück vorbeigerannt. Sie forderten mich auf, mitzukommen. Aber ich sagte, sie sollten mir doch besser beim Rasenmähen helfen!“

Jedenfalls fühlte er sich irgendwie animiert, mit dem Fußballspielen war ohnehin Schluss, er joggte los. Tatsächlich trainierten die Herren dann öfter zusammen, und nach seinem ersten Volkslauf in Eschweiler war Josef Schmülgen sehr stolz, die zehn Kilometer durchgelaufen zu haben.

„Ich war sehr motiviert, das Laufen wurde meine liebste Sportart“, berichtet er. Eine Weile gehörte er sogar zu den sehr erfolgreichen Marathonläufern: Seine Bestzeit – 2:53 Stunden – lief er mit über 50. Doch glaubte er, dieses extreme Ausdauerlaufen sei für seine Gesundheit nicht gut. Seine Spezialität sind die zehn Kilometer, auf der Strecke fühlt er sich wohl, da kann er „powern“. Die persönliche Bestzeit des 77-Jährigen in diesem Jahr war 51:06 Minuten.

Vier Laufserien gewann Schmülgen 2015. Der Vulkaneifel-Cup besteht aus vier Crossläufen, den hat er bereits im März gewonnen. Den VR-Eifelcup mit acht Läufen hat er ebenfalls in seiner Altersklasse gewonnen. Beim Bitburger-Läufercup mussten mindestens sechs Läufe absolviert werden. Hier macht Schmülgen besonders gerne mit, weil er die Strecken in den Moselorten sehr reizvoll findet. Erneut siegte er.

Er wird auch beim Rureifel-Cup als Sieger auf dem Podest stehen, hierfür beteiligte er sich an 21 Läufen.Seine Urkunden- und Pokalesammlung ist riesengroß. Er hat insgesamt 777 erste Plätze erreicht. In besonderer Erinnerung wird seine diesjährige Teilnahme am Maare-Mosel-Lauf bleiben: Es war sein 1000. Wettkampf.

„Ich bin so gut bedacht worden von unserem Herrgott“, sagt Schmülgen. „Meine Frau Margret unterstützt und begleitet mich stets. Ich habe unheimlich viele liebe Menschen und schöne Landschaften kennengelernt. So lange es meine Gesundheit zulässt, will ich weiterlaufen.“

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