Josef Ruland, der „Vereinsmeier“

Von: fjs
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Josef Ruland (2.v.l.) nahm den Orden entgegen, umrahmt von seinen Söhnen, Ehefrau Annemarie und Peter Kaptain (2. v. r). Foto: fjs

Kreuzau. Der Begriff „Vereinsmeier“ hat in Kreuzau und Umgebung einen Namen: Josef Ruland. „Papp, du bis un blievs ene Vereinsmeier, eene met Häzz on Siel“, lobten seine Söhne Jürgen und Andreas den neuen Träger des „Tillmann-Gottschalk-Verdienstordens“, den die Kreuzauer KG „Ahle Schlupp“ seit 2001 für Verdienste um die Muttersprache und besondere Aktivitäten in ehrenamtlicher und traditionsreicher Brauchtumspflege verleiht.

Peter Kaptain, Vorsitzender und Präsident beim „Ahle Schlupp“, konnte sich die Aufzählung der Aktivitäten des neuen Trägers sparen. Authentischer als die Söhne konnte man die Aktivitäten des 75-Jährigen nicht schildern, der mehr als zehn Vereinen und Organisationen nicht nur karteimäßig angehört.

Beim „Ahle Schlupp“ ist die Liste der Verdienste lang: 58 Jahre Mitglied, mehr als 33 Prinzenwagen gebaut und ebenso viele Jahre Zeremonienmeister, Mitglied im Opernchor, in der Zugleitung des Rosenmontagszuges und einziger Prinz der Gesellschaft, der zwei Sessionen regierte. Wegen des Golfkrieges war es ihm 1991 nicht vergönnt, als Prinz durch Kreuzau zu fahren. Ruland ist Ehrensenator und Träger aller möglichen Verdienstorden. Das durfte er erst 1992.

Im Wohnort Üdingen ist der gebürtige Kreuzauer ein gefragter Mann. Als Mitbegründer von Kirmesgesellschaft und dem Bauverein für die Marienkapelle und Unterstützer der Kirche hat er sich einen Namen gemacht. „Seine helfenden Hände sind überall gefragt“, sagten die Söhne. Und letztlich weiß auch der TC Kreuzau 1889, was er in 66 Jahren Mitgliedschaft von Josef Ruland hatte und hat.

Klar, dass der „Schluppe-Chor“ eine Hymne auf den „Ordensträger Jupp“ anstimmte. Und ebenso klar war, dass der Dank an den neuen Ordensträger „mindestens zur Hälfte“ Ehefrau Annemarie galt, die es ihrem Josef in musikalischer Hinsicht gleichtut: Sie singt im Üdinger Frauenchor.

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