Düren - Jeder Ton sitzt: Orchestergemeinschaft in der Marienkirche

Jeder Ton sitzt: Orchestergemeinschaft in der Marienkirche

Von: Bruno Elberfeld
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DOG

Düren. Beim traditionellen Herbstkonzert schlug die Dürener Orchestergemeinschaft (DOG) unter der Leitung von Musikdirektor und Regionalkantor Hans-Josef Loevenich in der Marienkirche mit zwei Solisten einen Bogen von Barock über die Klassik bis hin zur Romantik.

Für einen klassischen und einen romantischen Solopart war mit seiner Violine Alan Arif zuständig. Arif absolvierte ein klassisches Geigenstudium in Bagdad bevor er mit seiner Familie 1996 Asyl in Deutschland erhielt. Er hat schon im DOG und bei der Cappella Villa Duria gespielt.

Beim Herbstkonzert interpretierte er die „Romanze für Violine & Orchester“ in F-Dur von Ludwig van Beethoven. Anschließend war er bei der „Moses-Fantasie“ von Niccolo Paganini auf einer einzigen Saite, der tiefen G-Saite, unterwegs, ein sehr schwieriges Unterfangen.

Maike Goffart, die nach dem Studium von Blockflöte und Altblockflöte zu Oboe und Englischhorn fand, spielt schon seit Jahren im DOG. Beim Herbstkonzert präsentierte sie in hervorragender Art und Weise Georg Friedrich Händels „Konzert für Oboe & Streichorchester“, Nr. 3 in g-Moll mit den Sätzen „Grave, Allegro, Sarabande Largo und Allegro“. Dabei wurden die Intentionen von Komponist Händel von der Solistin verständlich mit Können, Engagement und empathischer Kreativität umgesetzt. Bei Maike Goffart, ihrer Profession nach Apothekerin, saß jeder Ton, da stimmte jede Passage, für die Gäste ein Hörgenuss.

Das Orchester stimmte die Besucher mit der „Symphonia & Pastorale“, untertitelt mit „aus der Weihnachtsgeschichte“, von Arnold Melchior Brunckhorst auf den bald beginnenden Advent ein. Nach den Soloparts von Oboe und Geige warteten die Musiker mit dem „Divertimento“ von Joseph Haydn auf. In den Sätzen St. Anthony Chorale, Menuetto und Rondo verbreiteten sich tänzerische Fröhlichkeit und Lebenslust, Elemente, die in vorweihnachtlicher Zeit Menschen auch in schwierigen Lebenslagen wieder ein Stück Hoffnung geben können.

Die „Jenaer Symphonie“ in C-Dur mit den Sätzen „Adagio – Allegro vivace, Adagio cantabile, Menuetto maestoso & Trio sowie Finale Allegro“ war lange als eine Komposition Beethovens angesehen worden. Erst 1968 wurde nachgewiesen, dass nicht Beethoven, sondern Friedrich Witt der Schöpfer des Werkes war.

Gediegen und unspektakulär war die Symphonie Witts für die Gäste der DOG ein unaufgeregter Abschluss des Herbstkonzerts in der Marienkirche.

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