Jede Menge Hingucker zum Erntedankfest

Von: Daniela Schröder-Martinak
Letzte Aktualisierung:
10993774.jpg
Highlight für ganz Apenden: Beim Erntedankzug bestaunen die Besucher bunt verzierte Traktoren, Anhänger und Bollgerwagen. Seit über 60 Jahren ist der Umzug Tradition. Foto: Daniela Schröder-Martinak

Abenden. Äpfel und Korn statt Girlanden und Luftballons. Jeder Wagen, jede Fußgruppe, einfach alle Beteiligten waren Hingucker beim traditionellen Erntedankzug in Abenden. „Seit über 60 Jahren geht hier der Erntedankzug. Und genauso lange ist das das Highlight hier in Abenden.

Wenn wir solch ein Wetter wie heute haben – umso schöner“, freuten sich die Mitglieder der Dorfgemeinschaft.

Von Nideggen kommend, kamen die letzten Autos kaum noch die Kurve herum. Sämtliche Standstreifen und Einbuchtungen waren bereits besetzt. Viele nahmen tatsächlich einen langen Fußmarsch in Kauf, um bei strahlendem Sonnenschein zu sehen, wie die Abendener Gott für die Ernte dankten. „Wir kommen seit 26 Jahren hierher und sind immer wieder begeistert. Es lohnt sich wirklich. Vielleicht ist diese Art von Umzug sogar noch schöner als die Karnevalsumzüge“, überlegte Gabi Münzel aus Untermaubach.

Maiskolben, Küken und Kaninchen

Los ging es mit einem Erntedankgottesdienst in der St. Martinus Kirche. Im Anschluss trafen sich alle Zugteilnehmer, sämtliche Dorfbewohner und viele Freunde in der Dorfmitte, um sich für den Zugweg zu stärken. An den Wagen wurde letzte Hand angelegt: Hier noch ein Maiskolben gerade gerückt, dort noch ein bisschen Gras hochgebunden.

Die kleinen Küken und Kaninchen, Hasen und Hühner hatten ebenfalls ihren Platz auf Fahrzeugen und Bollerwagen. Als wären sie es gewohnt, drängten sich die Tiere an den Zaunrand, ebenso wie die Menschen auf dem Dorfplatz an den Rand der Straße, um möglichst gut sehen zu können. Hunderte waren gekommen. „Hier ist immer so viel los. Einige nehmen sich sogar ein Zimmer, weil sie von weiter herkommen und das nicht verpassen wollen“, sagte Anneliese Wagner.

30 Traktoren mit wunderschön geschmückten Anhängern und Fußgruppen, wie etwa die als kleine Raben verkleideten Kinder des Kindergartens „Räuberhöhle“, die alle kleine Körbchen mit Äpfeln trugen und diese an die Kinder am Straßenrand verteilten, trugen dazu bei, dass der Erntedankzug mal wieder prächtiger denn je war.

Angeführt vom traditionellen Hufeisenwagen, auf dem laut Organisatoren „immer die Dorfältesten sitzen dürfen“, begrüßten Josefine und Josef Jansen als Erstes die Schaulustigen. Ein wahres Spektakel zeichnete sich ab: Tanzeinlagen mitten auf der Straße, die von tosendem Applaus begleitet wurden, hübsche Kostüme, die mit Stolz von den Zugteilnehmern – Bewohner und Vereinsmitglieder aus Abenden – getragen wurden.

Jeder hatte sichtlich Freude daran, in Dankbarkeit an den Ertrag in Landwirtschaft und Gärten zu erinnern und auch daran, dass es vielleicht nicht nur in der Hand des Menschen liegt, über ausreichend Nahrung zu verfügen. Satt wurden übrigens auch die Besucher. Die hatten während und nach dem Zug Gelegenheit, sich an verschiedenen Stellen mit Reibekuchen, Würstchen und Zwiebelkuchen zu stärken. Der Ausklang des Festes fand in der Festhalle statt, die auch lange nachdem die Feldfrüchte nicht mehr die Traktoren und Bollerwagen schmückten, noch gut besucht war.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert