Jede Menge Gefühl im Stadtl

Von: ale
Letzte Aktualisierung:
6436277.jpg
Ließen die Dürener fröhlich schunkeln: die „Wildecker Herzbuben“. Foto: Anneliese Lauscher

Düren. „Jetzt ist Stadlzeit“, sang Andy Borg in der fast gefüllten Kreis-Düren-Arena; mit dem Musikantenstadl bereitete er seinen Fans am Samstag eine wunderschöne Zeit. Er hatte wieder eine starke Blasmusikformation gefunden, die ihm einen würdigen Auftakt bescherte: Der Instrumentalverein St. Josef Breberen-Schümm marschierte mit zünftiger Marschmusik in die Arena ein und sorgte gleich für fröhliche Stimmung.

Als Andy Borg mit ewig junger Stimme seine „berühmten drei Worte“ sang, wurden schon glitzernde Lämpchen geschwenkt. Mühelos fand der Wiener den Kontakt zum Publikum mit seiner Begrüßung: „Wie isset? Wie jehdet eusch?“ Fesch kamen „Oesch’s die Dritten“ daher, das ist eine singende Familie aus dem Berner Oberland. Tolle Stimmen, begleitet von Akkordeon, Bassgitarre und akustischer Gitarre, entführten sie die Zuhörer in die Welt der Berge. Donnernden Applaus gab’s für Melanies Jodler und Juchzer beim „Ku-Ku-Jodel“.

Bevor das Deutsche Showballett Berlin den „Riverdance“ vorführte, demonstrierte Andy Borg überzeugend, wie dieser Tanz entstanden ist: Jemand musste vor dem Dixie-Klo warten, fing an zu trippeln und stellte dazu allerhand Verrenkungen an! Das Ballett zeigte einen gekonnten flinken und quirligen Tanz, und das Orchester Otti Bauer lieferte die professionelle Begleitung.

Die schwergewichtigen „Wildecker Herzbuben“ ließen die Zuhörer ausgiebig zu „Herzilein“ schunkeln. Doch sie können noch mehr: Mit „Silberfäden“, einem Trompetensolo, überraschte der Herzbube Wolfgang das Publikum: Aus einer getragener Melodie wurde ein Vortrag von unwahrscheinlichem Tempo, pfiffig folgte Otti Bauers Orchester. „Der kann schneller Trompete spielen, als ich denken kann“, stellte Andy Borg fest.

Nach der Pause, in der sich die Gäste Autogramme und ein Bierchen holten, nahm sich der Musikantenstadlchef Zeit, einigen besonderen Fans zu gratulieren, zum Beispiel einem Goldhochzeitpaar: Gertrud und Josef Franken bekamen gleich Glückwünsche von allen Seiten, und Andy Borg sang „Wenn das kein Grund zum Feiern ist“.

Francine Jordi sang Lieder über große Gefühle, ihr Duett mit Andy Borg „Du gehst fort“ gelang mit starken Stimmen voller Leidenschaft. Und auch Karel Gott zeigte sich in Hochform, von marschmäßig flott bis gefühlvoll. Alles in allem ein wunderbarer Mix, der die Besucher begeisterte.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert