Jazztage: Viel besser kann Nr. 20 nicht werden

Von: Christoph Lammertz und Tobias Röber
Letzte Aktualisierung:
jazz5bu
Musik, Tanz und beeindruckende Akrobatik: 25.000 Besucher bekamen am Sonntag bei der Jazzparade durch die Dürener Innenstadt viel geboten. Foto: Röber /Lammertz

Düren. Die 19. Dürener Jazztage sind Geschichte. Die 20. können kommen. Und wenn die Organisatoren vom Jazzclub Düren es ernst meinen mit ihrer Ankündigung, zum runden Geburtstag des Festivals noch eine Schippe draufzulegen, dann können die Musikfans der Region ab sofort mit ihrer Vorfreude beginnen.

Denn die 19. Auflage der Dürener Jazztage konnte sich schon mehr als sehen und hören lassen. Bei fantastischem Sommerwetter erlebte Düren ein musikalisch prall gefülltes Wochenende mit exzellenten Konzerten und einer Jazzparade, die nach offizieller Schätzung der Polizei 25000 Besucher aus der ganzen Region mit guter Laune infizierte.

Rund 450 Teilnehmer aus Düren und der näheren Umgebung bis hin nach Belgien und den Niederlanden sorgten für eine bunte und fröhliche Parade, die für jeden Geschmack etwas bot. Gespannt warteten die Zuschauer am frühen Nachmittag auf den Zug. Das Warten hatte sich einmal mehr gelohnt - für Auge und Ohr gab es jede Menge Leckerbissen.

Neben Jazzmusik dröhnten auch Mundartlieder und rockige Töne aus den Boxen. Eine Tanzschule sprach Kinder und Jugendliche mit Popsongs und kreativen Tanzchoreographien an. Waghalsige Salti und andere Kunststücke versetzten die Zuschauer am Straßenrand in Erstaunen. Jede Fußgruppe und jeder Wagen sorgte auf seine eigene Art für beste Stimmung.

Die Besucher honorierten es ebenfalls auf ihre Weise: mal mit Beifall und mal mit spontanen eigenen Tanzeinlagen. „Wir haben eine tolle Parade gesehen, bei der wirklich für jeden Geschmack etwas dabei war”, sagte Bernd Ohlemeyer, als die Parade sich aufgelöst hatte.

Doch die Jazztage 2009 waren damit noch lange nicht an ihrem Ende angelangt. Auf der Hauptbühne vor dem Rathaus gingen die Auftritte weiter: Ralf & Max sorgten für Stimmung unter den kleinen Besuchern. Dem Bluesrock von Nicole Clausen folgte das Blackhard Rock Ensemble.

Und während im Schatten des Rathauses härtere Töne angeschlagen wurden, trafen sich die Jazzfans in der Christuskirche, um dort einem der derzeit angesagtesten Jazzer von der Insel zu lauschen.

Courtney Pine faszinierte mit seinen modernen Interpretationen des klassischen Jazz die Glücklichen, die für das Konzert in der Christuskirche eine der begehrten (kostenlosen) Karten bekommen hatten, die kurz nach der Ankündigung des Konzertes in Windeseile vergriffen waren.

„Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der Jazztage 2009”, bilanzierte am Sonntagabend Jazzclubvorsitzender Rolf Delhougne. Dass diesmal etwas weniger Zuschauer die Straßen bei der Jazzparade säumten, überraschte ihn nicht. „Das Wetter kann auch zu gut sein”, erklärte Delhougne und sprach von einem „Badeseetag”.

Nach den hervorragend besuchten Konzerten an den beiden Abenden zuvor, konnten die Festivalorganisatoren den leichten Rückgang bei der Parade auch locker verkraften.

Schließlich hatte Andreas Vollenweider am Freitagabend gut 5000 Besucher auf den Rathausvorplatz gelockt, und zum Stadtwerke-Abend tags darauf kamen noch einmal über 3000 Musikfans, um Saxofon-Legende Pee Wee Ellis und die hoch talentierte britische Sängerin Clare Teal zu erleben.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert