Jazz-Quartett „Jin Jim“ sorgt für Riesenwellen

Von: Jana Peterhoff
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Johann May (l.) an der E-Gitarre, Ben Tai Trawinski (hinten) am Bass, Daniel Manrique-Smith (Flöte) und Nico Stallmann (r.) am Schlagzeug rockten mit modernen Jazz-Sounds im Komm. Foto: Jana Peterhoff

Düren. Schon der Bandname „Jin Jim“ erzeugt einen Klang. Er verrät den Beginn einer rythmischen Wiederholung, einer etwas exotischen Melodie. Wenn viele kleine und große Strömungen ins Meer fließen, egal wie unterschiedlich sie sein mögen, bilden sie nach ihrer Mündung ein großes Ganzes.

Ein vollkommenes Ganzes. Auch wenn die Strömungen unter der Wasseroberfläche weiter aktiv bleiben. Ab und an sorgen sie für kleinere Turbulenzen an der Oberfläche. Es kann aber auch passieren, dass sie Riesenwellen erzeugen. So fühlte es sich an, als Daniel Manrique-Smith an den Querflöten, Johann May an der E-Gitarre, Nico Stallman am Schlagzeug und Ben Tai Trawinski am Kontrabass gemeinsam im Komm am vergangenen Samstag ihre Eigenkompositionen spielten.

Seit Jahren zusammen

Erst seit drei Jahren spielen sie in dieser Zusammensetzung und sind trotzdem ein eingespieltes Team, das Freude in jedem Moment auf der Bühne verbreitete. Die Querflöte mit ihren peruanischen Nuancen prägte sehr deutlich diese Art von Jazz-Rock. Sie verband die einzelnen Instrumente. Und wie „Patchwork-Stücke“ nähte sie widersprüchliche Elemente zusammen und umrandete sie.

Der Wettstreit der Musikinstrumente mündete oft durch den Einsatz der Querflöte in eine erhabene Harmonie. Das Quartet „Jin Jim“ hat den Futuresounds-Wettbewerb 2014 der Leverkusener Jazztage gewonnen. Die Musiker aus dem Raum Köln-Bonn brachten viele energiereiche und gleichzeitig in sich harmonisch wirkende Geschichten mit. Sie packten sie auf ihre erste, gerade frisch erschienene CD unter dem Namen „Die Ankunft“ – ein wunderbarer Energiestoß. Eine Explosion, die so stark ist, dass sie es schafft, beinahe den Herzschlag zu iritieren und ihn in einen neuen Rhythmus zu lenken.

„Ich will alles“, „Song für Gabriela“, „Die Ankunft des Kaisers“ und „Wolken ziehen auf“ heißen einige dieser Geschichten. Imposanz, Großzügigkeit und Liebe zu kompakten Bildern und aber auch zu den Ornamenten waren einige Stimmungen darin. Unglücklich aus Sicht des „Jin Jim“-Quartet: Über Pfingsten kamen nur sehr wenige Jazz-Fans ins Komm.

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