Jaromir Zachrich: „Ein Kampf mit der eigenen Komfortzone“

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Jaromir Zachrich (3. von rechts) war als Co-Trainer der Volleyball-Nationalmannschaft bei der Weltliga dabei. Unser Foto zeigt ihn mit Bundestrainer Vital Heynen bei einem Spiel der deutschen Mannschaft gegen Slowenien in Frankfurt. Foto: sport/Eibner

Düren. Sommerurlaub war für Jaromir Zachrich in diesem Jahr nicht drin. Der Spielführer der SWD Powervolleys war als Co-Trainer der Volleyballnationalmannschaft bei der Weltliga dabei. Seit einer Woche ist er wieder in Düren und hat das Training mit den Powervolleys und deren Coach Tommi Tiilikainen aufgenommen.

Im Gespräch mit Mitarbeiterin Sandra Kinkel spricht Zachrich über die Zeit mit der Nationalmannschaft und seine Zukunftspläne.

Wie wird man Co-Trainer der Volleyballnationalmannschaft?

Jaromir Zachrich: Indem man einen Anruf von Bundestrainer Vital Heynen bekommt.

In Ordnung, aber warum hat Heynen ausgerechnet Sie angerufen?

Zachrich: Wir kennen uns viele Jahre, ich war sein Spieler in der Nationalmannschaft. Wir verstehen uns menschlich sehr gut, aufgrund der Zusammenarbeit der vergangenen Jahre hat er mir die Aufgabe als Co-Trainer zugetraut. Ganz sicher hat aber auch die finanzielle Seite eine Rolle gespielt. Mein Honorar war viel günstiger als das anderer Kandidaten. Da darf ich mir nichts vormachen.

Sie waren mit der Mannschaft bei der Weltliga. Erklären Sie uns bitte kurz, welchen Stellenwert dieses Turnier hat?

Zachrich: Das ist schwer zu beurteilen. Man kann aber sagen, dass dieses Turnier eine wunderbare Möglichkeit ist, zu gucken, wo man im internationalen Vergleich steht. Und es ist bietet Trainern die Chance, junge Spieler an ein internationales Top-Niveau heranzuführen.

Was genau waren Ihre Aufgaben als Co-Trainer?

Zachrich: Ich habe den Team-Manager bei organisatorischen Aufgaben unterstützt und sehr viel Trainingsarbeit übernommen. Ab und an habe ich das Training übernommen oder auch für bestimmte Spieler Extra-Trainingseinheiten durchgeführt. Darüber hinaus gehörte auch die Analyse des Gegners zu meinen Aufgaben.

Konnten Sie als Co-Trainer von Ihrer Ausbildung als Lehrer profitieren?

Zachrich: Ich glaube, da wird eher umgekehrt ein Schuh draus. Ich kann bei meiner Lehrer-Ausbildung von meinen Erfahrungen als Trainer profitieren. Das ist ganz sicher der Fall.

Welche Erfahrungen bringen Sie von der Weltliga mit?

Zachrich: Wir haben in Kasachstan gespielt. Ich hatte von diesem Land falsche Vorstellungen und habe gelernt, dass es ein tolles Land mit tollen Leuten ist. Auch war der Trainer-Job ein Sprung ins kalte Wasser und ein Kampf mit der eigenen Komfortzone.

Wie meinen Sie das?

Zachrich: Ganz ehrlich gesagt war ich mir vorher nicht sicher, ob ich für die Aufgabe als Co-Trainer wirklich qualifiziert genug bin. Heute kann ich diese Frage ganz klar mit Ja beantworten.

Klingt so, als würde Ihnen die Arbeit als Trainer Spaß machen. Können Sie sich vorstellen, das beruflich zu machen?

Zachrich: Die Arbeit des Trainers ist von der des Lehrers nicht weit entfernt. Ich möchte Ihre Frage nicht grundsätzlich mit Nein beantworten, aber ich strebe den Beruf des Lehrers an. Im Augenblick bin ich außerdem noch Spieler und das möchte ich auch gerne noch ein paar Jahre bleiben.

Wie sieht die aktuelle Situation bei den Powervolleys aus?

Zachrich: Sehr gut. Ich stand auch während der Weltliga in regem Kontakt mit unserem neuen Trainer Tommi Tiilikainen. Wir haben uns sehr intensiv ausgetauscht.

Trainieren die Powervolleys schon?

Zachrich: Acht Leute des Kaders sind noch nicht in Düren. Die, die schon hier sind, trainieren drei bis vier Mal in der Woche. Offizieller Trainingsbeginn ist am 1. August.

Wann bestreiten die Powervolleys ihr nächstes Heimspiel?

Zachrich: Am 22. Oktober. Das ist ein Samstag, und wir spielen in der Arena um 19.30 Uhr gegen United Volleys Rhein-Main aus Frankfurt. Ich freu‘ mich schon drauf.

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