Düren - Jährliches Treffen der Spielplatzpaten

Jährliches Treffen der Spielplatzpaten

Von: Tobias Röber
Letzte Aktualisierung:
Sabine Wagner (vorne rechts) u
Sabine Wagner (vorne rechts) und Bürgermeister Paul Larue (rechts) trafen sich mit den Spielplatzpaten. Foto: tob

Düren. Mal ist es etwas zu laut, dann sorgen die übel riechenden Hinterlassenschaften von Hasso und Mauzi für Ärger, und wieder ein anderes Mal werden Zigarettenkippen zur Plage. Die ehrenamtlichen Spielplatzpaten erleben in 365 Tagen schon einiges.

Um ihnen zu danken und sich einen Teil der Probleme anzuhören, lädt die Stadt Düren die Freiwilligen einmal jährlich zu einem kleinen Meinungsaustausch ein.

Seit 1987 gibt es die Aktion „Spielplatzpaten” des Jugendamtes der Stadt Düren. Es ist Teil des Konzepts „Kinder-, jugend- und familienfreundliche Stadt Düren”. Das Erfreuliche: Die Zugänge bei den Paten übersteigen die Abgänge. Manche Paten sind schon seit über 20 Jahren dabei, andere haben ihre Aufgabe gerade erst angetreten. Die Paten schauen nach dem Rechten, säubern die Plätze und sprechen Bürger an, die sich dort - vorsichtig ausgedrückt - nicht ganz vorbildlich verhalten.

Fußballspielen untersagt

Zu tun gibt es immer jede Menge. So sorgen seit einiger Zeit Jugendliche mit Mopeds für Lärm an der Laute-Dei-Straße. Anneliese Scheffler plagt sich rund um den Spielplatz „Im Weidchen” mit uneinsichtigen Tierbesitzern herum. Sabine Wagner sagte gleich Unterstützung auch des Ordnungsamtes zu. Am Spielplatz Burgauer Busch spielen Kinder und Jugendliche Fußball, obwohl es dort untersagt ist. Zum Hintergrund: Beim Fußballspielen wurden Autos beschädigt. Auch dort soll Patin Simona Siebert geholfen werden. Handzettel sollen in Kürze verteilt werden.

Viele Paten organisieren Spielplatzfeste, deren Erlös dann wieder in die Geräte auf dem Platz gesteckt werden kann.

Im Jahr 2011 konnten zehn neue Plätze eingeweiht werden, zwei weitere stehen kurz vor der Übergabe. Das Konjunkturpaket II hat es möglich gemacht.

Derzeit sieht es weniger rosig aus, wie Sabine Wagner verriet. „Unser Sanierungsetat für die Spielplätze lag bei rund 50 000 Euro. Voriges Jahr war es nur ein Drittel”, sagte Wagner und ergänzte gleich mit einem Blick zum Bürgermeister: „Die Verhandlungen sind aber noch nicht abgeschlossen.”

Rund 100 Spiel- und Bolzplätze gibt es derzeit in Düren, 28 haben Paten. Für Bürgermeister Paul Larue und Sabine Wagner vom Spielpädagogischen Dienst des Jugendamtes der Stadt Düren Grund genug, noch einmal intensiv um weitere Paten zu werben.

Diejenigen, die den Job machen, haben größtenteils Freude daran. Es sei denn, uneinsichtige Tierbesitzer lassen ihren Vierbeiner das Geschäft ausgerechnet im Sandkasten eines Spielplatzes verrichten, Jugendliche lärmen zu viel oder Raucher verwechseln den Spielplatz mit einem Aschenbecher.
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