„Ja servus, super“: Florian Silbereisen in Düren

Von: Gudrun Klinkhammer
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Fest
Die mit Volksmusik gespickte Veranstaltung „Das Fest der Feste“ am Samstagabend in der Arena Kreis Düren besuchten 1900 Gäste. Foto: Gudrun Klinkhammer

Düren. „Volksmusik macht Spaß, auch wenn es nicht jeder zugibt“, stellte Moderator und Sänger Florian Silbereisen am Samstagabend fest. An dieser These muss etwas dran sein. Die mit Volksmusik gespickte Veranstaltung „Das Fest der Feste“ am Samstagabend in der Arena Kreis Düren besuchten 1900 Gäste.

Seit 2004 moderiert der jetzt 33-jährige Entertainer die dazu gehörige Fernsehshow als Nachfolger von Carmen Nebel. Mit gerade 22 Jahren stieg er als einer der jüngsten Showmaster der Republik in das Fernsehgeschäft ein. Über den Werdegang des quirligen Bühnenstars wurde auf zwei Großbildschirmen in der Dürener Arena berichtet, bevor sich der schwere Bühnenvorhang aus dem Sichtfeld der Besucher verabschiedete.

Nach dieser einführenden Videopräsentation gab es für das Publikum kein Halten mehr. Der rote Vorhang schob sich elegant zur Seite und die „Double Drums“, bestehend aus den Schlagzeugern Alexander Glöggler und Philipp Jungh, heizten zunächst mit einer hinreißenden Percussionshow den Zuhörern kräftig ein. Die Gewinner des Bayrischen Kunstförderpreises 2010 trommelten auf Leiterstufen und Maurer-Eimern heiße und rasante Rhythmen. Auch diese Art der extrem temporeichen, weniger melodiösen Musik gefiel dem anwesenden Volk bestens.

Mit den Double Drums an seiner Seite stieg Florian Silbereisen dann ins flotte Geschehen ein. Der Titel „Heute will ich explodieren“ riss die Gäste im Saal von den Stühlen, das gemeinsame Klatschen und Texte-Skandieren wurde schnell zum Volkssport. Die Bühnenbildner leisteten ebenfalls ganze Arbeit, indem sie zwischendurch immer wieder pyrotechnische Bühnenakzente setzten. Die Stimmung stieg ohne Unterlass.

„Ja servus, super“, freute sich der Moderator. Mit einer weiteren Möglichkeit, die Besucher einzubinden und zu unterhalten, trumpfte der Entertainer im Laufe des dreistündigen Abends auf: Er ließ einzelne Zuhörer eine bekannte Melodie vorsummen, die die anderen Gäste erraten mussten. So brummelte Hans den Titel „Heidi“ vor sich hin, nicht ganz einfach, da für eine Männerstimme die Frauenlage schwer zu treffen ist.

Helga sorgte mit der gesummten Melodie von „Viva Colonia“ rasch für Tutti-Gesang im ganzen Haus. Als weitere Bühnengäste erzielten der schuhplattlernde „Voxxclub“ und DJ Ötzi Begeisterungsstürme. Dabei wurde die klassisch volkstümliche Musikschiene immer wieder verlassen in Richtung Jazz, Rock und Pop. Volksmusik ist eben nicht nur bayrische Blasmusik, sondern genau das, was der Name beinhaltet: Musik mit vielen Facetten, Hauptsache, dem Volk gefällt‘s.

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