Italiener des Nordens blicken auf Heimbach

Von: Bruno Elberfeld
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André Marcone (l.) erhielt von Claudio Mauriello (2.v.r.), dem persönlichen Referenten des Senators Sergio de Gregorio, die Ernennungsurkunde. Landrat Spelthahn (r.) und Bürgermeister Züll zeigten ihre Freude. Foto: bel

Heimbach. Hoher Besuch aus Italien hat sich am Freitag im Heimbacher Rathaus die Ehre gegeben: Im Sitzungssaal empfingen Bürgermeister Bert Züll, die Fraktionsvorsitzenden im Heimbacher Stadtrat sowie Landrat Wolfgang Spelthahn Avvocato Claudia Mauriello und einige andere Delegierte aus dem Süden Europas.

Sie kamen in die kleinste Stadt des Kreises, um einen ihrer in Köln lebenden Landsleute, zum Vertreter der im Ausland lebenden Italiener für den Bereich Nordeuropa zu benennen: Andre Marcone, der als Investor die Internationale Kunstakademie in Heimbach erst möglich machte.

Eigentlich sollte der italienische Senator Sergio de Gregorio Marvo ernennen. Doch der Senator, der Gründer der Partei „Italiani Nel Mondo” (Italiener in der Welt), war wegen einer dringenden dienstlichen Angelegenheit verhindert. So überreichte sein persönlicher Referent Claudio Mauriello das Schild mit der Aufschrift „Ialiani Nel Mondo Sede Di Heimbach”, das an Marcones Büro auf der Burg Hengebach angebracht wird. Zu einen späteren Zeitpunkt will de Gregorio seinen Besuch in Heimbach nachholen und Marcone persönlich die Ernennungsurkunde überreichen.

Bürgermeister Bert Züll freute sich bei der Begrüßung, dass die Stadt Heimbach nun der Sitz der Vertretung aller Italiener in Nordeuropa ist. Ganz besonders freute es Züll, dass gerade der Investor der Internationalen Kunstakademie, Andre Marcone, der Chef dieser Vertretung ist.

Die Hauptaufgabe der Partei „Italiener in der Welt” ist es, die im Ausland lebenden Landsleute untereinander zu vernetzen und die Verbindungen zu ihrem Heimatland nicht abreißen zu lassen. „Hierfür ist es nötig”, erklärte Bürgermeister Züll, „mit den jeweiligen Ländern gesellschaftliche und kulturelle Erfahrungen auszutauschen.” Landrat Wolfgang Spelthahn freute sich ebenfalls über das Auslandssekratriat auf der Burg Hengebach: „Ich hoffe, dass ein Teil der Wärme der auf Sie, Herr Marcone, gerichteten Scheinwerfer auch auf die Stadt Heimbach austrahlt.

Für den Überbringer der Botschaft aus Rom, Claudio Mauriello, ist es wichtig, dass seine Landsleute in Europa nicht nur als Pizzabäcker und Eisverkäufer gesehen werden, sondern Botschafter einer prägenden Kultur in Vergangenheit und Gegenwart.

In der Kunstakademie Heimbach werden bald italienische Laute zu hören sein. Kunststudenten werden hier ihre Studien treiben, Land und Leute kennenlernen und so einen wichtigen Beitrag zum Zusammenwachsen Europas leisten. Der erste Vertreter der Italiener Nordeuropas, Andre Marcone, wagte einen Blick zurück. „Die so genannten Gastarbeiter aus Südeuropa wie meine Eltern”, betonte er, „waren trotz aller Probleme die ersten Pioniere des Europagedankens in Deutschland.”
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