Birkesdorf - Isola-Gewerbepark: „Wollen Unternehmen roten Teppich ausrollen“

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Isola-Gewerbepark: „Wollen Unternehmen roten Teppich ausrollen“

Von: Stephan Johnen
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Mohammed Mehdi hat für seine auf den Onlinehandel spezialisierten Unternehmen im Birkesdorfer Isola-Gewerbepark geeignete Flächen gefunden. Foto: Stephan Johnen

Birkesdorf. Zeit war ein zentraler Faktor. Nach einem Großbrand stand der Eschweiler Unternehmer Mohammed Mehdi vor Trümmern – und einem Problem: Der Onlinehändler brauchte sehr schnell neue Lagerräume und einen Showroom. Fündig wurde er in Birkesdorf, im Isola-Gewerbepark.

 „Wir wollten uns vergrößern – und einen näher an Köln gelegenen Standort mit guter Erreichbarkeit finden“, sagt der Miteigentümer der Firmen „casa moro“ und „articima“, die sich auf den Verkauf von orientalischen Wohnaccessoires und im Auftrag Mehdis in Marokko gefertigter Zementfliesen spezialisiert haben. Dass die Suche so schnell zu einem Erfolg führt, hätte er selbst nicht gedacht.

Anfang Juli stand der Unternehmer hilfesuchend im Büro von Anette Winkler. Die Leiterin der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung im Kreis Düren griff zum Telefon und informierte Winfried Kranz-Pitre, den Geschäftsführer der Dürener Wirtschaftsförderungsgesellschaft WIN.DN. Nach einem weiteren Telefonat war auch Karl Stollenwerk, Geschäftsführer der Isola GmbH, über die Anfrage informiert. Der Anruf hat sich offensichtlich gelohnt. Seit August gehört Mohammed Mehdi zu den mittlerweile neun Mietern des Gewerbeparks. Aktuell beschäftigt er zehn Mitarbeiter, bis zu 50 sollen es einmal werden.

Dass alles so schnell ging, ist für Anette Winkler und Winfried Kranz-Pitre ein gutes Beispiel für „unbürokratische Kontakte“ innerhalb eines funktionierenden Netzwerks. „Wir wollen Unternehmen den roten Teppich ausrollen“, erklärt der Geschäftsführer der WIN.DN. Unterstützung gibt es sowohl bei der Suche nach geeigneten Flächen und Immobilien als auch bei Genehmigungsverfahren und der Zusammenarbeit mit Ämtern. Derzeit plant die Dürener Wirtschaftsförderungsgesellschaft auch einen sogenannten Newcomer-Service für ortsfremde Mitarbeiter (neuer) Unternehmen, die sich an der Rur niederlassen. So soll die Bindung zur Stadt und zum Standort verstärkt werden.

Die Ansiedlung der beiden auf Onlinehandel fokussierten Firmen sei eine Chance, den Branchenmix im Gewerbepark weiter auszubauen, erklärt Isola-Geschäftsführer Karl Stollenwerk. Der Schwerpunkt liegt aktuell auf produzierenden Unternehmen. Derzeit stehen etwa noch 12 000 Quadratmeter zur Verfügung, es gibt ebenso Produktionshallen wie Lagerräume und Büros. „Beim Zuschnitt können wir uns flexibel an die Bedürfnisse der Unternehmen anpassen“, sagt Stollenwerk.

Der Gewerbepark ist eine noch recht junge Entwicklung auf dem Gelände des Dürener Traditionsunternehmens. Im Jahr 2000 produzierten noch 1000 Mitarbeiter auf 40.000 Quadratmetern Fläche 5,2 Millionen Quadratmeter Basismaterial für Leiterplatten, die in der Elektroindustrie benötigt werden. Heute arbeiten rund 325 Isola-Mitarbeiter auf 20.000 Quadratmetern Fläche. Änderungen in den Produktionsabläufen und neue Technologien haben die Zahl der benötigten Mitarbeiter und die Produktionsfläche schrumpfen lassen.

„Ein Stück weit aus der Not heraus haben wir uns auf die Suche nach Mietern gemacht“, blickt Stollenwerk zurück. Heute haben beispielsweise mehrere metallverarbeitende Unternehmen und der TÜV Nord Hallen und Büros angemietet. Auch mit Hilfe der Wirtschaftsförderung sollen möglichst alle vorhandenen Flächen vermietet werden, ein breiter Branchenmix in Birkesdorf angesiedelt werden. Denkbar sei auch, dass Unternehmen Dienstleistungen und Know-how austauschen.

„Die Strategie des Gewerbeparks ist ein Vorbild für den gesamten Standort Düren“, betont Winfried Kranz-Pitre. Es gehe darum, Stärken auszubauen und neue Impulse zu setzen.

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