Düren - Investition in ein Hauskraftwerk

Investition in ein Hauskraftwerk

Von: Gudrun Klinkhammer
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Solarzellen auf dem Dach und ein schrankgroßer Kasten im Wirtschaftraum bilden das Hauskraftwerk, mit dem Karl-Heinz Küppers 80 Prozent seines Strombedarfs deckt. Foto: Gudrun Klinkhammer
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Mit dem neuen Projekt gehören dann acht Photovoltaikanlagen zum Bestand der Erkelenzer Sonnenschein eG.

Düren. Ein Haus mitten in der Stadt, das sich weitgehend selbst mit Strom versorgt, eine Zukunftsvision? Nein! Denn derartige Häuser gibt es bereits, zum Beispiel in Düren an der Nideggener Straße. Dort lebt Karl-Heinz Küppers mit seiner Ehefrau. Die beiden bewohnen einen Komplex, der einem Einfamilienhaus ähnelt, mit angegliedertem Ladenlokal.

Karl-Heinz Küppers ist Kraftfahrzeugmeister und Kaufmann. Der 70-Jährige hat von Berufwegen einen starken Bezug zu Technik, Wirtschaft und Umweltschutz. Bereits 1998 setzte er den Wunsch um, mit Solartechnik das eigene Gebrauchswasser zu erwärmen. Damals investierte er für eine Anlage 25.000 DM. Im ersten Jahr sparte er 2000 DM: „Ich schonte die Umwelt und sparte noch dabei.“

Im Jahr 2000 investierte er in eine Photovoltaikanlage. Wieder galt das Motto: Der Verbraucher hatte das Gefühl, eine gute Rendite zu erzielen und die Umwelt zu schonen. Nach einer Erweiterung der Photovoltaikanlage interessierte sich der Geschäftsmann für ein Hauskraftwerk.

Karl-Heinz Küppers informierte sich weiter und ließ dann ein Hauskraftwerk einbauen, das im Jahresdurchschnitt 80 Prozent des Stromverbrauches der Familie Küppers produziert. Am 8. August 2013 wurde die Einrichtung, die im Hause Küppers in einem Wirtschaftsraum Platz fand, in Betrieb genommen.

Zum Kraftwerk gehören Solarzellen auf dem Dach, die nach Osten, Süden und Westen hin ausgerichtet sein können. Stehen die Bewohner früh auf und nehmen elektrische Geräte wie etwa einen Toaster oder einen Fön in Betrieb, dann kann die Sonne, die im Osten aufgeht, bereits optimal von den Solarzellen eingefangen werden, wenn sie auf der Ostseite angebracht sind. Entsteht ein Überschuss, dann wird eine Batterie aufgeladen. Ist diese voll, wird der überschüssige Strom ins Netz eingespeist. Für diese Einspeisung erhält der Stromproduzent eine Vergütung.

Elektroinstallateurmeister Guido Harperscheidt erläutert, welche Informationen vorab notwendig sind, um eine passende Anlage zu finden: Der Fachmann fragt danach, wie viele Personen im Haus leben, wie hoch der Verbrauch ist, wo der aktuelle Strompreis liegt und wie die örtlichen Gegebenheiten sind. Zu den örtlichen Gegebenheiten gehört beispielsweise die Ausrichtung des Daches. Auf der Basis dieser Indikatoren erfolgt dann die Wahl der passenden Ausrüstung.

„Der Energiespeicher und der Solargenerator dürfen nicht zu klein sein“, erklärt Harperscheidt Die Haltbarkeit einer derartigen Anlage liegt bei 20 Jahren, auf die ersten zehn Jahre gibt es Garantie. Für eine vierköpfige Familie kostet ein Hauskraftwerk rund 25.000 Euro, unter Umständen wird diese Summe gefördert, etwa von der KfW-Bank mit dem Programm 275.

Karl-Heinz Küppers kontrolliert die Daten seines Hauskraftwerkes regelmäßig. Der Speicher steht in einem Wirtschaftsraum und besitzt in etwa die Größe eines kleinen Schranks. Mit gutem Gewissen schaltet der Kraftwerksbetreiber Geräte wie etwa den Wasserkocher oder die Waschmaschine ein. „Ich freue mich über jedes Kilowatt Strom, das ich selbst produziert und eingesetzt habe“, erzählt Karl-Heinz Küppers.

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