Düren - Internationales Suppenfest: Den Nachbarn in die Kochtöpfe gucken

Internationales Suppenfest: Den Nachbarn in die Kochtöpfe gucken

Von: sj
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Probieren geht über Studieren: Beim vierten Suppenfest im „Haus für alle“ war für jeden Geschmack etwas dabei. Foto: sj
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Probieren geht über Studieren: Beim vierten Suppenfest im „Haus für alle“ war für jeden Geschmack etwas dabei. Foto: stock/imagebroker

Düren. Franz-Josef Helge schmückt sich nicht mit fremden Federn. „Ich kann gut essen, aber nicht kochen“, sagt der 76-Jährige augenzwinkernd, während er im „Haus für alle“ am Nordpark Suppe ausschenkt. Käse-Lauch-Suppe, um genau zu sein.

Die Köchin ist seine Ehefrau Maria. „Ich bin aber gut an Messer und Gabel“, fügt Franz-Josef Helge hinzu und lacht. Einen großen Topf hat das Ehepaar für das internationale Suppenfest beigesteuert. „Wir sind Nord-Dürener und beteiligen uns gerne“, verraten die beiden, warum sie von Beginn an dabei sind. Unter dem Motto „Der ganze Stadtteil an einem Tisch“ hat die Stadtteilvertretung Nord-Düren zum vierten Mal zum gemeinsamen Suppenessen eingeladen – und mehr als 100 Menschen sind der Einladung gefolgt.

Ein gutes Dutzend Suppen und Eintöpfe gab es im „Haus für alle“ zu probieren, von der mexikanischen Feuersuppe über einen Pichelsteiner Topf bis zur thailändischen Tomatensuppe. Die Idee hinter dem Fest: Die Stadtteilbewohner servieren ihre Heimat auf Suppentellern, in der Gemeinschaft wird geplaudert, Rezepte werden getauscht, die Menschen lernen sich über die kulinarischen Leckerbissen besser kennen. Wo viele Nationalitäten in einem Stadtteil wohnen lässt es sich schließlich ganz besonders gut in die Kochtöpfe gucken.

„Jedes Jahr gibt es neue Köche und Suppen, es kommen immer wieder neue Gäste hinzu“, freut sich Sevim Türk vom Organisationsteam, dass das Suppenfest mittlerweile schon zur Tradition geworden ist. Wie das Suppenfest würden auch die anderen Angebote im Haus für alle von der Nachbarschaft gut angenommen: Es gibt unter anderem Zumba-Kurse, regelmäßige Sprechstunden, Deutschkurse und eine Krabbelgruppe.

Immer vegetarisch

Und auch die Küche des Hauses wird nicht nur zum Aufwärmen der Eintöpfe beim Suppenfest genutzt: Einmal pro Monat trifft sich beispielsweise eine vegetarische Kochgruppe, die der Überzeugung ist, dass viele Köche nicht den Brei verderben, sondern den Abend interessanter machen. „Wer Lust hat, kann gerne mitmachen“, rührt Gabi Saus die Werbetrommel.

Das nächste Treffen findet am Dienstag, 21. November, um 18 Uhr statt. Der Unkostenbeitrag beträgt etwa drei bis fünf Euro. Gekocht wird mal ein italienisches Gericht, mal eine türkische Speise, mal deutsche Hausmannskost – aber stets vegetarisch. Wie beim Suppenfest gilt: Probieren geht über Studieren.

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