Internationale Kunstakademie auf Burg Hengebach feierlich eröffnet

Von: Christoph Hahn
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Mit einem Festakt im sogenannten „Grünhof” der Burg Hengebach wurde die Internationale Kunstakademie Heimbach am Samstag feierlich eröffnet. Foto: Hahn

Heimbach. Was als Idee begann, ist nun Wirklichkeit geworden: Mit einem Festakt und rund 200 Gästen wurde am Samstag die Internationale Kunstakademie Heimbach auf Burg Hengebach eröffnet.

Künstler, Lehrende, Freunde, Förderer und Kommunalpolitiker brachten die von Landrat Wolfgang Spelthahn und Bürgermeister Bert Züll mit dem Kölner Investor André Marcone und Professor Dr. Frank Günther Zehnder als erstem Direktor initiierte Gründung auf den Weg.

Künftig sollen in der Akademie Menschen ohne Rücksicht auf Vorbildung und künstlerische Erfahrungen von Dozenten im Umgang mit klassischen und neuen Ausdrucksformen geschult werden.

Von drei jungen Herren der Musikschule mit „Trompetenschall” umrahmt, fehlte es dem Festakt nicht an symbolischen Gesten. Das gilt nicht nur für die Schlüsselübergabe, bei der der symbolische Schlüssel binnen weniger Sekunden in einer Art Staffellauf aus den Händen von Investor und Architekt zu Bürgermeister und Landrat wanderte, um schließlich bei Hausherr Zehnder zu landen.

Dessen ungeachtet war auch, zeitgemäß ökumenisch, für den kirchlichen Segen gesorgt worden. So legte der evangelische Pastor Christoph Ude aus Schleiden das Joseph Beuys entlehnte Akademie-Motto „Jeder Mensch ist ein Künstler” im Lichte der biblischen Botschaft aus, besprenkelte sein katholischer „Kollege” aus Heimbach, Pfarrer Hans Doncks, das Kreuz der Akademie und die Teilnehmer des Festaktes mit Weihwasser. Damit nicht genug des Symbolischen: Hans Peter Boje und Hubertus Zander von der Stadtverwaltung luden alle Gäste ein, ihre Namen ins Goldene Buch der Kommune einzutragen.

Während die ersten Touristen schon die Chance nutzten, mittels der vier Aufzüge ohne Treppenstufen den Weg vom Verwaltungsgebäude der Akademie, dem früheren „Burghof”, hinauf auf die oberste Ebene der Burg zu meistern, ließ Bürgermeister Züll noch einmal die Geschichte des ehrgeizigen Projekts Revue passieren. Besonders registrierte der Rathaus-Chef, dass die akute Bauphase mit vier Monaten recht kurz war. Seine Prognose für die Zukunft: „Neue Kunst in alten Mauern wird sie begeistern.” Landrat Spelthahn dankte seinerseits den Heimbacher Kommunalpolitikern: „Das ist ein großer Tag für das, was die Männer und Frauen im Rat gemeinsam bewegt haben.” Ein weiterer Dank galt dem Architekten Peter Holdenried.

Professor Frank Günther Zehnder nutzte seine Ansprache, um die Akademie in ein glänzendes Licht zu tauchen. Dabei hob der angesehene Museumsmann (zuletzt war er Leiter des Rheinischen Landesmuseums in Bonn) nicht nur die besonderen pädagogischen und kommunikativen Fähigkeiten der Dozenten hervor, sondern auch die im Lehrbetrieb verwirklichte „Balance von Tradition und Innovation”. Außerdem lag dem Kunstvermittler merklich am Herzen: „Wir lehren die neuen Medien.” Nichts sei ausgeschlossen - weder die Begegnung mit dem Sport noch die Auseinandersetzung mit der umgebenden Natur.

„Ich habe fertig!” Mit diesem legendären Satz des Fußballtrainers Giovanni Trappatoni schloss Architekt Peter Holdenried, sichtlich erleichtert, seine Rede. Die Umgestaltung der nun durch die Aufzüge verbundenen Burg- und ehemaligen Hotelgebäude bezeichnete er als „Symbiose aus Einsatz, Geschwindigkeit und korrekter Ausführung”.

Die, die für das Gelingen der Kunstakademie eine mindestens ebenso wichtige Rolle wie Politiker, Baumeister und Investor spielen, waren dann am gestrigen Sonntag am Zuge. Akademie-Studenten in spe nutzten den Tag der offenen Tür in reicher Zahl, um sich in den Unterrichtsräumen umzusehen und sich von Dozenten in Schnupperkursen mit dem Lehrangebot bekannt machen zu lassen. Die Erkenntnis, dass es sich lohnt, der Kunst wegen nach Heimbach zu kommen, scheint sich nun nach und nach festzusetzen.
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