Düren - „International Skoda Alstar Band“ brilliert auch ohne Piano

„International Skoda Alstar Band“ brilliert auch ohne Piano

Von: han
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Ein fantastischer Jazz-Abend mit der „International Skoda Allstar Band, der es in sich hatte. Foto: Hannes Schmitz

Düren. Der Pianist der „International Skoda Alstar Band“ hatte in der Kulturfabrik Becker und Funck frei. Vollkommen entspannt saß er auf einer Empore, filmte seine Kollegen und spornte sie zu großartigen Leistungen an.

Er selbst musste unfreiwillig seine Finger schonen. Irgendwie war es nicht möglich gewesen, ein Klavier auf die Bühne zu schaffen. Das Ensemble nahm es mit Humor und spielte das Programm so, dass das Fehlen des Pianos nicht auffiel.

Jedes Jahr im Herbst geht die International ŠKODA Allstar Band, bestehend aus international renommierten Jazzmusikern aus verschiedenen Ländern, auf Tournee durch Deutschland. Die Gastspiele endeten diesmal in Düren, womit den Organisatoren von Planet Jazz, Henner Schmidt und Oliver Mack, ein besonderer Coup gelungen war. Im positiven Sinne, denn was die Musiker boten, war Extraklasse. Durch die verschiedenen musikalischen und kulturellen Einflüsse wurde der Auftritt zu einem ungewöhnlichen Konzertabend, voller reichhaltiger Klangbilder, spannungsreicher musikalischer Bögen, großartigen Improvisationen und beispiellosen Interpretationen.

Verblüffende und erstaunliche instrumentale Fähigkeiten flossen in großer musikalischer Ausdruckskraft voller Intensität und Kreativität zusammen. Alle Musiker waren bestens gelaunt und ihre Spielfreude und ihr Humor kamen beim Publikum bestens an. Ein Jazzabend, der richtig Fahrt aufnahm, vor allem auch, als zum exzellenten jazzigen Sound spanisches Temperament durch die aus Madrid stammende Sängerin Sónnica Yepes hinzukam. Traditionelles wurde mit lateinamerikanischen Rhythmen bereichert, der Tango bewegte sich stimmlich auf den Blues zu, mit einem besonders starken Akzent als die Sängerin und der Saxofonist Matthias Nadolny ein umwerfend eindringliches Duett boten. Jazz-Feeling pur. Überhaupt gab es in dieser außergewöhnlichen Gruppe, die ihre musikalischen Quellen aus dem zeitgenössischen Jazz bezog, ständige Wechsel. Vom Duo bis zum Sextett war alles dabei, nur auf das Septett mussten die Zuhörer verzichten.

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