Intermezzo-Theater begeistert im Haus der Stadt

Von: han
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Ein vergnüglicher Abend mit dem Intermezzo-Theater und ein Einstand nach Maß für den neuen Vorstand des „Freundeskreises Theater Düren“. Foto: Hannes Schmitz

Düren. Peter Baur, neuer Vorsitzender des „Freundeskreis Theater Düren“ kam in Frack und Zylinder und war sichtlich stolz beim Blick auf das gut gefüllte Foyer im Haus der Stadt. Zusammen mit den anderen Vorstandsmitgliedern Annika Bräuer und Bianca Schröder gab das Terzett seinen „Einstand“ als Nachfolger des eher geschichtlich orientierten Vorstandes der Erna Schieferbusch Gesellschaft.

Neue Prioritäten wollte der Vorstand setzen und setzte gleich einmal Maßstäbe und keine Zwischenspiel, obwohl der Abend dem Intermezzo-Theater gehörte mit einer gelungenen Reminiszenz an Willi Ostermann. Möglichst viele anzusprechen war der Wunsch von Peter Baur, der zum Auftakt an das ältere Publikum gedacht hatte, das mit den Milieu-Geschichten in Liedform des rheinischen Texters und Sängers Willi Ostermann an Jahren gewann.

Die Vorstellung wurde zu einem vergnüglichen Abend voller kölscher Weisheiten und Witz. Das Intermezzo-Theater mit Johnnie Wegmann und Stefan Krupp brachte den unnachahmlichen Reiz der heiteren „Ostermann-Kunst“ trefflich herüber. Textblätter wurden vor Beginn des Liederabends verteilt, so dass jeder die Refrains der vielen Lieder mitsingen konnte.

Die Melodie des Willi Ostermann-Titels „Och wat wor dat fröher schön doch en Colonia“, den die beiden Musikanten als Erstes präsentierten, kannte jeder und wurde zum „Zungenlöser“. Evergreens wie „Heimweh no Kölle“, „Kutt erop“, „Dämm Schmitz seng Frau es durchjebrannt“, Lieder voller Originalität ließen das Intermezzo Theater , erklingen. Sie begeisterten das Publikum mit ihrer aparten, amüsanten, pfiffigen und koketten Art, ließen die Zuschauer teilhaben an der Freunde und Lebenslust, die Willi Ostermann wohl einst versprühte.

Das wurde vor allem in den Zwischentexten deutlich. Johnnie Wegmann sang nicht nur die alten Lieder und Schlager, sondern erzählte viele Anekdoten, Geschichten und „Rheinische Krätzjer“ über den rheinischen Humoristen, der feinsinnig lustige und sensible Themen aus der Nachbarschaft, Verwandtschaft und der „Höheren Gesellschaft“ umschrieb. Ein „lebendes Denkmal“ als Ergebnis aus einem „Fisternöllchen“ zwischen einem Fürsten und einer Marktfrau, das letztlich dazu führte, dass „Dat Schmitz Billa (hätt) in Poppelsdörp en Villa“ hatte.

Willi Ostermann kannte aber auch Düren und schrieb den Masterplanern von heute schon damals ins Buch: „In Düren an der Rur, wer da nicht einmal im Leben war, weiß nicht wie wunderbar, wie schön es ist und war.“ Großer Applaus für das Duo auf der Bühne und den neuen Vorstand, der das Publikum mit einem „Berliner“ überraschte, die im Rheinland gerne zur Karnevalszeit gesehen werden.

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