Interessante Ausstellung: Römischer Marmor und steinzeitliche Bodenfunde

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Die beiden Hobbysammler Walter
Die beiden Hobbysammler Walter Wenning (links) und Walter Franzen zeigen zusammen mit Walter Strunk Teile ihrer Sammlung.

Düren. Ohne Spaten und Detektor sind sie unterwegs auf der Suche nach steinzeitlichen und römerzeitlichen Bodenfunden: Hobbysammler Walter Franzen, Walter Wenning und Walter Strunk, die jetzt einige ihrer Fundstücke in einer Ausstellung in der Stadtbücherei Düren präsentieren.

Die drei Männer lesen nur das auf, was die Äcker freigeben. Sollte ein herausragender Fund dabei sein, wird er dem Amt für Bodendenkmalpflege des Landschaftsverband Rheinland in Nideggen-Wollersheim gemeldet.

Ein Schwerpunkt der Ausstellung in Düren in der Stadtbücherei ist römischer Marmor, den August Schoop schon 1905 erwähnt hat. Die ausgestellten Stücke stammen aus der Sammlung von Walter Wenning, seines Zeichens pensionierter Gymnasiallehrer.

Soweit es mit einschlägiger Literatur gelingen kann, werden in der Ausstellung die Herkunftsgebiete des Marmors angegeben, wobei unterschieden wird zwischen Marmor aus dem Mittelmeerraum und sogenannten „heimischen” Marmorarten, etwa aus dem Aachener Raum oder den belgischen Ardennen, die noch im 19. Jahrhundert ein Gebiet mit 150 Marmorbrüchen waren. Unter Marmor wird hier nicht allein der weiße Marmor verstanden, sondern „jede Art von polierfähigem Gestein”.

Römische Keramik bildet den zweiten Schwerpunkt. Zu sehen sind originale bruchstückhafte Scherben des römischen Töpfers Verecundus (2. Jahrhundert nach Christus), mitsamt zwei Originalstempeln dieses Töpfers, die Seltenheitswert haben. Daneben stehen originalgetreue Repliken römischer Töpferkunst, hergestellt in der Hobbywerkstatt von Walter Franzen, der nicht nur ein leidenschaftlicher Heimatforscher, sondern auch ein begnadeter Töpfer ist.

Der Einblick in römisches Leben im Dürener Umland wird ergänzt durch Münzen, die - und das ist den drei Sammlern wichtig - ohne Detektor gefunden und aufgelesen wurden.

Neben den Fundstücken aus der Römerzeit erwarten den Betrachter auch steinzeitliche Bodenfunde. Sie stammen aus den Sammlungen von Walter Wenning und Walter Strunk. Dieser ist ein bekannter Heimatforscher aus Gey und Träger des Rheinlandtalers 2005 in der seltenen Sparte Archäologie. Teile seiner umfangreichen Sammlung von Steinartefakten sind im „Museum 1944” in Vossenack zu besichtigen.

Für die künstlerische Ergänzung der Ausstellung sorgt Armin Franzen, der das Ausstellungsplakat und ein großes Hintergrundbild geschaffen hat. Die Stadtbücherei präsentiert begleitend einen Büchertisch zum Thema „Leben in der Römerzeit und im römischen Rheinland”.

Schau ist bis zum 18. Dezember zu sehen

Die Ausstellung mit Fundstücken von Walter Wenning und Walter Franzen ist bis Donnerstag, 18. Dezember, in der Stadtbücherei zu sehen.

Die Bücherei ist montags von 12.30 bis 19 Uhr, dienstags von 12.30 bis 17 Uhr, donnerstags von 10 bis 19 Uhr, freitags von 12.30 bis 17 Uhr sowie samstags von 10 bis 13 Uhr geöffnet. Am Donnerstag, 8. November, Uhr wird Walter Wenning um 17 Uhr eine Einführung in die Ausstellung geben.

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