Düren - Integrationsturnier: Die Jungs spielen richtig guten Fußball

Integrationsturnier: Die Jungs spielen richtig guten Fußball

Von: Katharina Hütter
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So sehen Sieger aus: Die jungen Kicker aus dem Freizeitheim Düren Ost gewannen das Jugendintegrationsturnier. Foto: Katharina Hütter

Düren. Auch in diesem Jahr fand das Jugendintegrations-Fußballturnier unter der Leitung von Jugendstraßenpolizist Dirk Zitz statt. Das Turnier dient dazu, Jugendliche mit unterschiedlichen Nationalitäten zu integrieren und vor allem die Hemmschwelle zu Polizisten abzubauen.

„Der Andrang für das Turnier war in diesem Jahr enorm groß. Daher musste ich einigen Mannschaften leider absagen“, sagte Zitz. Eine Mannschaft war trotz Absage erschienen, in der Hoffnung, doch noch am Turnier teilnehmen zu können. Das zeigt wie beliebt das Turnier unter den Jugendlichen ist.

Jedes Jahr können 16 Mannschaften zu je sieben Spieler teilnehmen. Dem Ganzen ist ein Alterslimit von 16 bis 22 Jahren gesetzt. Einen Namen für ihre Mannschaft suchen sich die Jungen schon selbst aus. „Bereits im Sommer kommen die fußballbegeisterten Jugendlichen auf mich zu und fragen, ob sie sich schon für das Turnier anmelden können“, sagte der Jugendpolizist.

Die Einladungen verteilte der Jugendpolizist in allen Einrichtungen, die er im Stadtgebiet Düren betreut. Zu den rund 70 Einrichtungen gehören unter anderem Arbeitsmarktförderungsgesellschaften, Jugendtreffs und Schulen. Auch durch die enge Zusammenarbeit mit Streetworkern bilden sich Teams, die am Turnier teilnehmen. Zitz betonte, dass es eine sehr schöne Veranstaltung sei, die aber auch sehr viel Zeit für Planung und Durchführung in Anspruch nehme. „Ich stehe mit Leib und Seele hinter der Veranstaltung. Mit dem Turnier versuchen wir nicht nur die Hemmschwelle gegenüber meinen Kollegen und mir zu senken, sondern wir arbeiten stellvertretend für alle Polizisten“, sagte er.

Unter der Woche treffen sich einige der Jugendlichen sogar mit Dirk Zitz in der Sporthalle Mariaweiler, um dort gemeinsam Fußball zu spielen. In diesem Zusammenhang, betonte Zitz die hervorragende Unterstützung der Stadt Düren. Diese stellt sowohl die Halle in Mariaweiler als auch die Sporthalle des Burgau-Gymnasiums zur Verfügung.

Lorenzo Sorressa (18), Hendrik Müller (17) und Constantin Esser (17) spielten dieses Jahr zum ersten Mal mit. Sie vertraten bei dem Turnier ihre Schule, das Stiftische-Gymnasium Düren. „Wir finden es gut, dass viele Jugendliche aus ganz Düren zusammen kommen, um gemeinsam Fußball zu spielen“, sagte Hendrik.

Die Jungs seien sich einig, dass man, egal für welche Sportart, Zeit opfern muss. Deswegen verbrächten sie gerne einen Samstag in der Sporthalle. Gäste waren auch der Bürgermeister der Stadt Düren,-Paul Larue, der Präsident des Lions-Clubs, Mariano Graf von Spee, und der Wachleiter der Polizeiwache Düren, Robert Houben, die am Ende die Siegerehrung vorgenommen haben.

Eine unkomplizierte und langjährige Unterstützung, sagte Zitz, bekomme das Turnier vom Lions-Club Kreuzau Rureifel, der seit 2000 die Schirmherrschaft für das Turnier übertnimmt. Der Club greift dem Turnier seitdem finanziell unter die Arme: „Wir freuen uns, junge Menschen unterstützen zu können und sie dadurch vielleicht noch etwas anzuspornen“, sagte der Präsident des Lions-Clubs.

Auch Houben betonte die Wertschätzung gegenüber allen Beteiligten. „Ich bin davon überzeugt, dass das Turnier positive Spuren bei den Jugendlichen hinterlässt. Bei der Arbeit haben wir oft festgestellt, dass der Kontakt von Dirk Zitz zu den Jugendlichen sehr wertvoll ist. Nebenbei sehen wir heute noch richtig guten Fußball“, hielt Houben fest.

Nach 16 Jahren und 16 eingravierten Namen muss nun der Sockel des Wanderpokals erneuert werden. Der Pokal darf bis zum nächsten Turnier in der Einrichtung des Siegerteams bleiben. Abschließend betont Dirk Zitz, dass es ihn stolz macht, dass auch in diesem Jahr wieder alles so reibungslos „über die Bühne“ gegangen ist.

Man spürt deutlich, dass die Jugendlichen Dirk Zitz respektieren und eine Vertrauensbasis zu ihm aufgebaut haben – sie aber dennoch wissen, dass es klare Grenzen gibt. Dirk Zitz, der seit zehn Jahren das Turnier betreut, erhielt auch in diesem Jahr Unterstützung von Kollegen, dem Roten Kreuz und einem ehrenamtlichen Schiedsrichter.

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