Integrationsrat zeichnet die Helden aus

Von: Kevin Teichmann
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Der Integrationsrat der Stadt Düren zeichnete zum ersten Mal Personen und Initiativen in drei Kategorien mit dem „Hero Award Integration“ aus. Foto: Stadt Düren

Düren. „Erstmalig verleiht der Integrationsrat der Stadt Düren den ‚Hero Award Integration‘. Und Hero – zu deutsch Held – sagt schon, worum es dabei geht. Jede Kultur, jede Nation und alle Völker dieser Erde haben ihre Helden, von denen sie in Sagen berichten. Doch es geht bei diesem Anlass nicht um Drachentöter, sondern um die wirklichen Helden. Jene, die sich durch Menschlichkeit und Mitmenschlichkeit auszeichnen.“

So begrüßte Dürens Bürgermeister Paul Larue (CDU) das Publikum bei der Verleihung des „Hero Award Integration“.

In drei Kategorien zeichnete der Integrationsrat Projekte aus. „Engagement in der Integration“, „Engagement in der Flüchtlingshilfe“ und „Zivilcourage – hinsehen statt wegsehen“ hießen diese. Mit je 1000 Euro wurden Engagements von Vereinen und Einzelpersonen dotiert.

Wichtige Kriterien für die Auswahl der Preisträger durch eine Jury, bestehend aus Mitgliedern des Integrationsrates, waren die unparteiische Durchführung und die Nachhaltigkeit der Projekte. Ziel ist es, die Projekte bekannter zu machen und zur Nachahmung anzuregen. „Auf diese Weise wurden nachhaltige, beispielgebende Lösungen geschaffen, die für andere zur Inspiration werden können“, sagte Nurullah Celik, der Integrationsratsvorsitzende der Stadt Düren.

Celik, der selbst als Sohn eines türkischen Gastarbeiters in Düren aufwuchs, zeigt sich „immer wieder überrascht darüber, wie stark die Willkommenskultur in Düren ist. Ich möchte ein Dankeschön an alle Dürenerinnen und Dürener senden“.

Aus 14 Vorschlägen wurden drei Preisträger ausgewählt. In der Kategorie „Engagement in der Flüchtlingshilfe“ wurde das Ehepaar Angela und Thomas Isecke geehrt. Nicht nur in Düren am Standort Cornetzhofschule halfen beide ehrenamtlich an allen Ecken und Enden. Auch im griechischen Flüchtlingslager in Idomeni leisteten sie Hilfe – und das während ihrer Urlaubszeit. Das Preisgeld werden die Iseckes verschiedenen Hilfseinrichtungen spenden.

Beim Preis für „Zivilcourage – hinsehen statt wegsehen“ überzeugte das Café International der Evangelischen Gemeinde zu Düren. Seit fast 25 Jahren ist es Treffpunkt für Jung und Alt, egal welcher Nation. Täglich gelebte Integration und Flüchtlingshilfe, die möglich sind, weil neben den hauptamtlichen Mitarbeitern auch viele ehrenamtliche, helfende Hände mitanpacken. Darunter sogar eine Gruppe von Migrantinnen und Migranten, die sich ehrenamtlich engagieren.

Und beim Preis für „Engagement in der Integration“ siegte die Jugendabteilung des FC Düren 77. Bei den 77ern spielen Kinder und Jugendliche aus vielen verschiedenen Nationen miteinander Fußball. Der Anteil von Spielern mit ausländischen Wurzeln beträgt circa 70 Prozent. Spielerisch lernen die Heranwachsenden Freundschaft, Zusammenhalt, Respekt und Fairness kennen.

„Solche Projekte können unser kleines Düren und unsere große Welt zusammenhalten“, strahlte Larue, der seinen „größten Wunsch“ preisgab; „Ich wünsche mir nichts mehr als weiterhin so gut, friedlich und aufeinander achtende, miteinander lebende, vielfältige Menschen in dieser Stadt wie bisher.“

Musikalische Untermalung erfuhr der Abend durch Schüler des Ideal-Bildungsvereins, die einen türkischen Volkstanz, den Zeybek-Tanz, vorführten, die Saz-Gruppe des alevitischen Kulturvereins Düren, die auf dem Saiteninstrument ihr Können zeigten und Alan Arif, ein Dürener Geiger aus Sulaimaniyya, der autonomen Region Kurdistans im Nordirak.

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