Düren - Instrumente ziehen Kinder magisch an

Instrumente ziehen Kinder magisch an

Von: Anke Holgersson
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Serzan Uzungelis hat sich gleich beim Tag der offenen Tür in der Musikschule Düren für den Instrumentalkurs „Gitarre“ angemeldet. Foto: Anke Holgersson

Düren. Vor dem Klavier ist die Warteschlange mit Kindern am längsten. Alle möchten einmal ausprobieren, wie es ist, voller Inbrunst in die Tasten zu hauen. Das konnten sie in der Musikschule Düren, die zum Tag der offenen Tür geladen hatte.

Erklärtes Ziel: So vielen Kindern wie möglich so viele Instrumente wie gewünscht, vorstellen zu können. Am Eingang gab es für alle erst einmal eine Urkunde zu diesem „Instrumente-Parcour“ mit 14 Stationen von verschiedenen Zupf-, Blas- , Streich- und Tasteninstrumenten.

Der sechsjährige Matti Haupt ist Klavierfan. Weil es einen so großen Andrang bei seinem Lieblingsinstrument gibt, spielt er an diesem Nachmittag eben mit den anderen Kindern sechs- bis achthändig. Klavierlehrer Heinz Buller freut sich über den regen Zuspruch: „Wo ein Klavier steht, wollen Kinder darauf spielen, das passiert ganz automatisch. Das Klavier hat eine große Anziehungskraft.“

Kein Wunder, dass es so populär ist, findet er, sei doch ein Klavier eines der vielstimmigsten Instrumente, die es gibt. Auch Musikschulleiterin Andrea Nolte kann bestätigen, dass die Begeisterung für das elegante Tasteninstrument ungebrochen ist: „Klavier, Geige und Saxofon sind zurzeit die beliebtesten Instrumente an der Musikschule Düren.“

Beim Tag der offenen Tür ist auch das Schlagzeug sehr gefragt. Der vierjährige Nils Koch durfte schon drei Runden trommeln, eine vierte strebt er unbedingt an: „Das hat Spaß gemacht.“ Sein großer Bruder Niklas, elf Jahre alt, spielt schon seit gut zwei Jahren Waldhorn, sucht aber noch ein zweites Instrument, das ihm Spaß macht. Von Renold Quade, Lehrer für Blechblasinstrumente, erntet er jedenfalls schon einmal großes Lob für sein Spiel der Taschentrompete: „Da muss ich ja gar nichts mehr erklären. Das klappt ja schon prima“, sagt er.

Nach Herzenslust

Bei Kindern, die noch nie auf einem Instrument der Blechblas-Familie gespielt haben, fängt er dagegen ganz von vorne an: „Hier ist eine Trompete. Die kann von alleine nichts. Den Ton könnt nur ihr erzeugen.“ Und dann darf nach Herzenslust ausprobiert werden: Trompete, Euphonium und Posaune gibt es in verschiedenen Größen, dem Alter der Kinder angepasst. Eine Tür weiter hat der elfjährige Serzan Uzungelis sich entschieden: Er will das Gitarrespielen lernen. Von der Lehrerin Ewa Josek bekommt auch er Lob: „Serzan ist interessiert und kann sich gut konzentrieren.“

Durch seine 19-jährige Schwester Sibel, die an der Musikschule gelernt hat, wie man Saz – eine Langhalslaute – spielt, war er auf die Idee gekommen, sich beim Tag der offenen Tür einmal an der Gitarre auszuprobieren. Gleich an Ort und Stelle meldet er sich für sein Lieblingsinstrument an. Nicht ganz so überzeugt ist Zümra Er, neun Jahre alt, von dem Akkordeon, das sie ausprobiert. Auch sie tendiert eher zur Gitarre.

Die Querflöte, die der sechsjährige Hans Annen gerade erprobt hat, findet er nicht so spannend wie das Schlagzeug nebenan. Er ist sich sicher: „Ich will trommeln.“ Die jüngsten Gäste haben sich zur Schnupperstunde „musikalische Früherziehung“ für Kinder ab drei Jahren zusammengefunden. Begleitet von Musikpädagogin Birgit Bergk und einer Akkordeonistin schwingen sie Rasseln, Handtrommeln und Schellen. Die Eltern im Publikum sind zufrieden und applaudieren begeistert.

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