Instrumente ebnen Kindern den Weg zur Integration

Von: nt
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Geigenlehrer Cesar Aviles (hinten) zeigt den Kindern, wie man eine Geige richtig hält und auf ihr spielt. Foto: Nadine Tocay

Düren. Bereits seit Anfang letzten Jahres unterrichten Lehrer der Musikschule Düren das Fach „Deutschlernen mit Musik“ an sechs Schulen, die spezielle Klassen für Kinder aus Einwandererfamilien – sogenannte Internationale Vorbereitungsklassen (IVK) – eingerichtet haben.

Mit Hilfe von Rhythmik und Gesang soll es den Kindern leichter fallen, die deutsche Sprache zu erlernen. In den wöchentlichen Stunden, ergänzend zum klassischen Deutschunterricht, werden den Schülern die Aussprache schwieriger Wörter und die Sprachmelodie nähergebracht. Unter anderem mit Kurzgeschichten, die mit Musik untermalt werden, wird ihnen so spielerisch eine Möglichkeit gegeben, sich ohne Hemmungen auszudrücken.

Vor Kurzem stand nun ein Besuch der Kinder des Burgau-Gymnasiums, der Paul-Gerhardt-Grundschule und der Grundschule St. Joachim in der Musikschule auf dem Programm. Dabei wurde der Unterrichtsfokus für einen Vormittag verlegt. Statt der Sprache stand die Musik im Vordergrund.

Interesse an den Instrumenten

„Die Kinder, die länger in Deutschland bleiben, sollen auch in Zukunft in die Musikschule kommen und ein Instrument lernen können. Das ist ein guter Weg zur Integration“, meint Dr. Gisela Hagenau, Vorsitzende des Fördervereins der Musikschule. Direkt zu Beginn des Besuchs stellten die Lehrer der Musikschule die einzelnen Instrumente vor, darunter Querflöte, Klarinette, Posaune, Geige und Klavier. Dabei konnten es die Erst- bis Neuntklässler kaum erwarten, endlich selbst Hand anzulegen. In Kleingruppen durften sie nach der Vorstellung unter Anleitung dann auch alles ausprobieren.

Bereits vor zwei Wochen waren schon zwei Klassen der Grundschule Im Pesch und der Grundschule St. Bonifatius in der Musikschule zu Besuch.

Finanziert wird „Deutschlernen mit Musik“ je zur Hälfte vom Förderverein der Musikschule und der Bürgerstiftung Düren. Um das Projekt weiter ausbauen zu können, seien weitere Spenden nötig, so Dr. Hagenau.

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