Düren - Insolventes Modehaus Wehmeyer schließt

Insolventes Modehaus Wehmeyer schließt

Von: Stephan Johnen
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Die Dürener Filiale des insolventen Modehauses Wehmeyer wird zum 15. Februar geschlossen. Die Verhandlungen des Insolvenzverwalters mit dem Immobilieneigentümer und der Adler Modemärkte AG, die Wehmeyer übernommen hat, sind gescheitert. Foto: dpa

Düren. Die Dürener Filiale des insolventen Modehauses Wehmeyer wird zum 15. Februar geschlossen. Die Verhandlungen des Insolvenzverwalters mit dem Immobilieneigentümer und der Adler Modemärkte AG, die Wehmeyer übernommen hat, sind gescheitert.

„Der Insolvenzverwalter hat daraufhin den Mietvertrag am Standort Düren gekündigt”, bestätigte Dr. Markus Launer, Pressesprecher der Adler AG, am Dienstag auf Anfrage.

Das Modehaus Wehmeyer ist damit in der Kreisstadt Geschichte. Den Mitarbeitern will Adler aber eine Zukunft ermöglichen: „Wir haben allen das Angebot gemacht, in unserem neuen Markt in Kerpen-Sindorf zu arbeiten”, sprach Launer von einer „Job-Garantie”.

Die Dürener Filiale mit rund 2700 Quadratmetern Verkaufsfläche habe einen hohen Stellenwert im Konzept gehabt, sagte Launer. Er bedauere, dass die Filiale nicht fortgeführt werden könne. Adler sei bereit gewesen, einen gewissen Verlust im laufenden Geschäft hinzunehmen.

Doch der geforderte Mietpreis hätte nicht akzeptiert werden können. Launer: „Wir hätten den Mietvertrag aber zu den alten Konditionen weitergeführt.” Ob Adler eine Alternative in Düren suche, wollte Launer nicht kommentieren. Nur so viel: „Wir sind mit dem Modemarkt in Sindorf in der Region gut aufgestellt.”

Die Wehmeyer Lifestyle GmbH um den indischen Textilunternehmer Rajive Ranjan, der im Herbst 2008 als Investor bei der damals insolventen Wehmeyer GmbH & Co KG eingestiegen war, hatte im Juni des vergangenen Jahres Insolvenzantrag gestellt.

Der Insolvenzverwalter hatte seitdem intensive Gespräche mit potenziellen Investoren geführt. Am Ende stand das Angebot von Adler, das vom Gläubigerausschuss akzeptiert wurde. Die Adler Modemärkte AG wollte alle 18 Wehmeyer-Filialen übernehmen. Bis auf den Fall Düren ist dies auch gelungen.

„Es ist im Interesse der Stadt, ein solches Angebot in Düren zu halten”, sagte Bürgermeister Paul Larue der DZ. Er habe eine Filiale des neuen Wehmeyer-Besitzers noch nicht abgeschrieben. Das City-Management könne Adler bei der Standortsuche unterstützen.
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