Innigkeit und zarte Lyrik statt Virtuosengeste

Von: Stephan Vallata
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Alles für die Steinway-Orgel: Kantor Stefan Iseke (l.) und Richard Köchling, Vorsitzender des Förderkreises Musik in der Christuskirche preisen das Benefizkonzert mit Lars Vogt und Rachel Roberts an. Foto: Vallata

Düren. Stefan Iseke ist guter Dinge. „Ein klangvoller Name wie Lars Vogt ist ein Geschenk”, sagt er Kantor der Evangelischen Gemeinde zu Düren. Pianovirtuose Lars Vogt, der zur Zeit wohl berühmteste Sohn Dürens, besucht am Donnerstag, 29. April, seine Heimatstadt, um mit der Bratschistin Rachel Roberts im Haus der Evangelischen Gemeinde ein Benefizkonzert zugunsten der Steinmeyer-Orgel zu geben.

Das mit 65 Registern ausgestattete Instrument in der Christuskirche gilt als das größte seiner Art zwischen Aachen und Köln. 2002 wurde die 1967 erbaute Orgel komplett renoviert, seitdem muss die Gemeinde die Kosten abstottern - unter maßgeblicher Unterstützung des Förderkreises Musik in der Christuskirche. 18.000 sind es pro Jahr. „Das ist immer wieder eine Herausforderung”, weiß Kantor Iseke. „Deshalb ist es auch ein Glücksfall für uns, dass Lars Vogt kommt.”

Ein großer Name zieht viele Besucher an, so die Hoffnung, die auch Richard Köchling, der Vorsitzende des Förderkreises teilt. „Unser Ziel ist, dass die Leute ganz automatisch kommen, wenn es Musik in der Christuskirche gibt.”

In ihrem Dürener Konzert spielen Vogt und Rachel Roberts, die sich mit Auftritten beim Kammermusikfestival „Spannungen” in der Region schon einen Namen gemacht hat, die zwei Sonaten für Viola und Klavier op. 120 von Johannes Brahms. In diesem Spätwerk Brahms überwiegen nach Einschätzung des Kantors Innigkeit und zarte Lyrik gegenüber auftrumpfender Virtuosengeste. Vor allem das Andante der f-moll-Sonate ergreife in seiner Schlichtheit als Gesang ohne Worte. Einzigartig in der Musikgeschichte stehe die Sonate h-moll von Franz Liszt, die den zweiten Teil des Konzerts bildet. Das mit 760 Takten außergewöhnlich umfangreiche Werk stelle große Anforderungen an die Interpreten, weiß Iseke.

Eintrittskarten zum Preis von 20 Euro gibt es im Eine-Welt-Laden, Wilhelm-Wester-Weg 1. Die Öffnungszeiten sind wochentags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr. Eine Kartenreservierung ist auch im Kantoratsbüro möglich (02421/188102).
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