Innecken-Prüss-Stiftung: Spenden ermöglichen Rekordausschüttung

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Zur Unterstützung von Menschen und Tieren in Not schüttete die Innecken-Prüss-Stiftung wieder ihr Füllhorn aus. Der zum dritten Mal verliehene Stifterpreis ging an die Ehrenvorsitzende des deutschen Hospiz- und Palliativverbandes, Gerda Graf (6.v.l). Foto: Abels

Niederzier. Wenn sich Vertreter karitativer Einrichtungen „zwischen den Jahren“ im Atrium der Wasserburg treffen, wartet auf sie schon traditionell eine Bescherung der besonderen Art. Bereits zum neunten Mal hat die in der Gemeinde ansässige Innecken-Prüss-Stiftung am Montagabend ihr Füllhorn ausgeschüttet.

Und erneut wartete sie mit einem Rekordergebnis auf: Diesmal konnte sie dank einiger Spenden regionale Projekte für Menschen und Tiere in Not mit 10 657 Euro unterstützen. Damit hat die Stiftung seit ihrer Gründung über 58 000 Euro verteilt.

„Ehrenamtliches Engagement darf nicht an fehlendem Geld scheitern“, betonte die Stiftungsvorsitzende Marie-Theres Innecken-Prüss. Mit ihrem Mann Hartmut verteilte sie Schecks an acht Vereine und Organisationen: an „In Via“ Düren-Jülich für die Obdachlosenhilfe, Katzen in Not Düren, Tiere als therapeutischer Begleiter, Soziale Arbeit für Mensch und Tier Jülich, die Telefonseelsorge Düren-Heinsberg-Jülich, den Sozialdienst katholischer Frauen Düren, den Caritasverband für die Region Düren-Jülich und die Hospizbewegung Düren-Jülich.

Aber damit nicht genug. Niederziers Bürgermeister Hermann Heuser nahm ein Weihnachtspaket entgegen, das symbolisch an die ebenfalls schon traditionelle Paketaktion der Stiftung kurz vor Weihnachten erinnerte. In Kooperation mit der Gemeinde „beschenkte“ die Stiftung 23 Einzelpersonen und fünf Großfamilien. Die Pakete enthielten neben Leckereien zum Fest erstmals auch Gutscheine, mit denen die Empfänger ganz nach ihren persönlichen Bedürfnissen einkaufen können.

Mit Einkaufsgutscheinen half die Stiftung in Absprache mit der Wohnanlage Sophienhof und dem Awo-Seniorenzentrum Huchem-Stammeln darüber hinaus auch in Härtefällen aus. Und Gutscheine stellte sie auch der Flüchtlingshilfe der Gemeinde Niederzier zur Verfügung.

Der zum dritten Mal verliehene Stifterpreis ging an Gerda Graf. Die scheidende Geschäftsführerin der Wohnanlage Sophienhof wurde allerdings nicht für ihr berufliches Wirken ausgezeichnet, sondern für ihr bundesweites Engagement in der Hospiz- und Palliativbewegung. „Ihr jahrzehntelanges, bundesweite Wirken hat Maßstäbe gesetzt“, betonte die Stiftungsvorsitzende in ihrer Laudatio.

„Dazu gehört die Fürsorge, die betroffenen Menschen in ihrer schwierigen Situation nicht allein zu lassen und unheilbar Kranken und Sterbenden ein Abschiednehmen in Würde zu ermöglichen“, führte Marie-Theres Innecken-Prüss weiter aus. Bezeichnend für ihre Einstellung sei es, auch die Angehörigen mit in die Phasen der sensiblen Begleitung einzubeziehen.

Die 63-Jährige nahm den mit 1000 Euro dotierten Stifterpreis sichtlich gerührt und mit „besonderer Freude“ entgegen. Das Geld stellte die Preisträgerin der Gesamtschule Niederzier zur Verfügung, deren Schüler sich seit Jahren in einem Generationenprojekt den Senioren im benachbarten Sophienhof verbunden fühlen.

Sie regte an, das Geld im Sinne der Innecken-Prüss-Stiftung für ein generationenübergreifendes Projekt „Mensch und Tier“ zu verwenden, die praktische Umsetzung überlässt sie Schulleiter Hermann-Josef Gerhards und seinen Schülern.

Umrahmt wurde das Stiftungsfest im Atrium des Alten Rathauses von einem Impuls des aus Hambach stammenden Benediktinermönches Frater Dr. Antonius, der Angela Merkels Aussage „Wir schaffen das!“ in dem Bewusstsein beleuchtete, dass man auch scheitern könne, verband sie aber mit der Hoffnung, dass alles gut wird. Musikalische Akzente setzten ein Ensemble und der Chor der Musikschule Niederzier unter Leitung von Eva Maria Gaul.

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