Initiative „Die Treppe“ zeigt kreative Kunst Paul Bachems

Von: Gudrun Klinkhammer
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Paul Bachem kreiert Bilder und Objekte, die sich dem Betrachter nicht immer auf den ersten Blick erschließen. Foto: Gudrun Klinkhammer

Düren. Paul Bachem ist kein lauter Mensch. Dafür lärmen seine Werke um so mehr. Am Freitagabend wurde in den Ausstellungsräumen der Initiative „Die Treppe“ an der Yorckstraße in Düren eine Retrospektive mit 37 Bachem-Exponaten eröffnet, darunter raumgreifende Bilder und Skulpturen.

Was auffällt: Die meisten Arbeiten des Nörvenichers besitzen keinen Titel. Die wenigen, die der Künstler benannte, tragen als Namen direkt eine kleine Geschichte, etwa „Tanz der Gartien“ oder „Schau mir in die Augen“.

Zunächst begrüßte Dr. Hans-Joachim Güttler, Vorsitzender des Kunstfördervereins Kreis Düren, die zahlreichen Besucher. Anschließend trug Justus Peters vom Arbeitskreis Bildende Kunst die einführenden Worte, die der erkrankte künstlerische Direktor Pit Goertz bereits niedergeschrieben hatte, vor. Bei der aktuellen Ausstellung, sagte Peters, handele es sich um eine der wenigen umfassenden Ausstellungen zum Werk Paul Bachems der vergangenen Jahre. Der Künstler selbst präsentiere ausschließlich Arbeiten, die ab dem Jahr 2000 entstanden seien. Peters: „Der eingeweihte Betrachter weiß, dass Bachem bereits seit 1980 schöpferisch tätig ist, doch aufgrund seiner Lebensumstände mal mehr, mal weniger engagiert, aber immer sehr kreativ.“

Vor allem das Porträt reize den Nörvenicher immer wieder. Egal, ob als großformatiges Ölgemälde oder als Collage aus Hobeln, Mistgabeln und Porzellanelementen, Paul Bachem schafft es immer wieder, beeindruckende Büsten von existenten und nicht existenten Persönlichkeiten zu erschaffen. Justus Peters sagt: „Im gemalten Porträt zeigt sich die Herausforderung und Begeisterung für die klassische Malerei.“

Altmeisterlich werden vor allem Freunde des Künstlers gerne in Öl gebannt. Doch sind die Abbildungen nicht seicht, oberflächlich und friedlich, sondern detailverliebt, exakt und in jeder Hinsicht der Realität und Ehrlichkeit verbunden. Humor dagegen versprühen die Materialkollagen, die raffinierte Gedankenspiele beinhalten. Verchromte Rohre eines Siphons stehen als Skulptur auf einer Stele und tragen den augenzwinkernden Namen „Installation“. Peters: „Beim ,Gemeinen Nagelbären‘ bleibt einem dagegen das Lachen im Halse stecken, beim ,Horny Chicken‘ kommt es wieder hervor.“

Die Kunst Paul Bachems erinnere vor allem an die Kunstrichtung „Dada“, mit „Shabby Chick“ oder „Upcycling“ hätten Bachems Werke hingegen nicht ansatzweise etwas zu tun. Zu sehen ist die Ausstellung „Paul Bachem, Retrospektive, Bilder und Objekte“ in der Initiative „Die Treppe“ an der Yorckstraße 3 in Düren noch bis Samstag, 2. April. Einen „Jour Fix“ bieten die Organisatoren der Ausstellung am Mittwoch, 2. März, zwischen 18.30 und 21 Uhr an. Die Öffnungszeiten sind mittwochs, donnerstags und freitags jeweils von 16 bis 18.30 Uhr, samstags von 11 bis 14 Uhr und nach Vereinbarung.

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