Kreuzau - Ingo Eßer möchte sein Hobby zum Beruf machen

Ingo Eßer möchte sein Hobby zum Beruf machen

Von: Sarah Maria Berners
Letzte Aktualisierung:
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Kreuzaus Bürgermeister Ingo Eßer. Foto: smb

Kreuzau. Als Fraktionsvorsitzender zählt Ingo Eßer die Kommunalpolitik zu seinen größten Hobbys. „Und wer würde nicht gerne sein Hobby zum Beruf machen?“, fragt der Bürgermeisterkandidat der CDU. Er weiß: „So eine Chance bietet sich nicht sehr oft.“

Der 47-Jährige will diese Chance nutzen und die Gemeinde nach der Wahl als Verwaltungschef gestalten. Ingo Eßer weiß, dass das Bürgeramt zeitaufwendig und nicht einfach ist. „Es ist kein bloßer Job. Ein Bürgermeister braucht Leidenschaft“, beschreibt Eßer, der sich für das Aufgabenspektrum zwischen Verwaltung und Repräsentation gut vorbereitet sieht. Es ist die Möglichkeit, an der Entwicklung der Gemeinde mitzuwirken, die den Drover reizt – auch, wenn der Gestaltungsspielraum angesichts der finanziellen Lage der Kommune überschaubar ist. Es gibt kleine Stellschrauben, an denen Ingo Eßer drehen möchte, aber es sind auch „dicke Bretter, die wir bohren müssen“, betont er.

Die Steuern sind in der Gemeinde Kreuzau erst vor wenigen Monaten erhöht worden. „Und wir werden das notgedrungen wieder machen müssen, wenn wir von Bund und Land nicht auskömmlicher mit finanziellen Mitteln ausgestattet werden“, sagt Eßer. Diese Forderung will er als Bürgermeister weiter „nach oben transportieren“. Eine Einnahmequelle will der CDU-Politiker aber keineswegs anzapfen: „Ich bin vehement gegen Hallennutzungsgebühren für die Vereine.“ Die Vereine könnten aber helfen, Kosten einzusparen, in dem sie verschiedene Aufgaben übernehmen. „Ein Trägerverein, wie es ihn für die Festhalle gibt, wäre auch an anderer Stelle denkbar.“

Zu den großen Themen in Kreuzau zählt die Verkehrsbelastung. „Eine goldene Lösung gibt es nicht“, sagt Ingo Eßer, der betont, dass viele Maßnahmen das Problem nur verlagern, nicht aber lösen würden. Gleichwohl sei der Dialog mit den Firmen zum Beispiel beim Thema „Vermeidung von Leerfahrten“ wichtig. Die Nutzung der Schiene für die Papierindustrie und die K 29n als Ortsumgehung würden im Gespräch bleiben.

„Wir wollen die Firmen nicht verbannen. Sie sind Teil der Gesellschaft und sichern Arbeitsplätze, bringen Steuereinnahmen und Kaufkraft“, betont Eßer. Gleichwohl sei es selbstverständlich, dass alle Grenzwerte eingehalten werden müssten. Und weil Firmen für eine Kommune wichtig sind, macht sich Ingo Eßer für ein neues interkommunales Gewerbegebiet mit der Stadt Düren stark.

Eine weitere Aufgabe liege im Bereich Nahversorgung. „In Stockheim zum Beispiel leben 2500 Menschen, ein Geschäft gibt es dort nicht. In Kreuzau fehlt ein Drogeriemarkt.“ Die Konzerne entscheiden auf der Basis von Zahlen, „aber die Gemeinde kann Rahmenbedingungen schaffen, die einen Standort attraktiv machen“, sagt Eßer.

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