Infrastruktur: Heuser will über vier Millionen Euro investieren

Von: Jörg Abels
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Niederzier. Die Gemeinde Niederzier wird nicht nur 2015, sondern nach heutigen Stand auch in den kommenden Jahren schuldenfrei bleiben. Mehr noch: Auch der Haushalt 2015 wird trotz Investitionen in Höhe von 4,3 Millionen Euro in die Infrastruktur mit einem Plus von einer halben Million Euro schließen.

Das zumindest sieht der Entwurf vor, den Bürgermeister Hermann Heuser am Donnerstagabend im Gemeinderat vorstellte und für den ihn so mancher Kollege in längst überschuldeten Kommunen landauf, landab beneiden dürfte. Dank erheblicher Überschüsse in den vergangenen Jahren, allen voran in 2014, ist die Gemeinde in der Lage, Defizite in der Zukunft auszugleichen, ohne das Eigenkapital anzutasten. In der sogenannten Ausgleichsrücklage befinden sich elf Millionen Euro.

Und Defizite werden kommen. Denn die üppige Steuernachzahlung des Tagebaubetreibers führte 2014 nicht nur zu einem voraussichtlichen Überschuss von 6,4 Millionen Euro, sie hat aufgrund einer höheren Kreisumlage und fehlenden Zuweisungen des Landes NRW in 2016 auch ein Millionendefizit zur Folge. Wie hoch das ausfallen wird, ist derzeit noch ungewiss. Nicht unwahrscheinlich, dass die Gemeinde auch 2015 noch einmal von guten Ergebnissen des Tagebaubetreiber in früheren Jahren profitieren könnte. Trotzdem warnte Heuser vor Begehrlichkeiten: „Wir müssen die Einmaleffekte bei der Gewerbesteuer und deren Folgen sowie die Auswirkungen der Energiewende in zukünftigen Jahren beachten.“

Bei den Investitionen stechen die Erschließung gleich dreier Baugebiete ins Auge – nördlich der „Neuen Mitte“ in Niederzier, an der Schubertstraße in Ellen und im „Selhausener Driesch“ in Huchem-Stammeln. Auch das Gewerbegebiet Talbenden/Rurbenden soll auf Niederzierer Seite endlich erschlossen werden, inklusive des Baus einer Linksabbiegerspur auf der B56 in Höhe Industriestraße. Geld will die Gemeinde auch für die Feuerwehr in die Hand nehmen. In Huchem-Stammeln soll mit der Rettungswache des Kreises Düren eine zentrale Feuerwache auch für Selhausen und Krauthausen entstehen, in Niederzier das Gerätehaus erweitert werden.

Und an der westlichen Sophienhöhe will Heuser mit dem Kreis und der Indeland GmbH sanften Tourismus mit Freizeitangeboten ermöglichen. Online-Angebote im Rathaus sollen ausgebaut und der Kauf eines Bürgerbusses anfinanziert werden.

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