Infoabend: Wie man mit Verträgen und Inkassobüros umgehen soll

Von: cro
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Helfen Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit mit Verbraucherthemen: Hildegard Dapper und Lars Himmler. Foto: Rose

Düren/Nideggen. Abos und Versicherungen an der Haustür abschließen, mehrere Handyverträge unterzeichnen oder überteuerte Angebote eingehen: Wer schlecht beraten wird oder sich in der Materie nicht auskennt, kann eine Unterschrift unter Umständen teuer bezahlen.

Treffen kann es jeden, besonders gefährdet sind dabei aber insbesondere Flüchtlinge, die weder die deutsche Sprache sprechen noch sich all ihrer Rechte bewusst sind. Vor allem auf Neuankömmlinge, die nun langsam mit einer eigenen Wohnung auf eigenen Beinen stehen, kommen viele neue Vertragsabschlüsse (Strom, etc.) zu.

Um besser über Inhalte und Tücken aufzuklären, lädt der Malteser Hilfsdienst in Kooperation mit der Beratungsstelle Düren der Verbraucherzentrale Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit zu einem Infoabend am Mittwoch ein.

Hildegard Dapper von der Verbraucherzentrale in Düren kennt diese Fälle nur zu gut, jeden Tag kommt jemand mit einem Fall, dem möglicherweise auch eine Betrugsmasche zugrunde liegen könnte, in die Beratungsstelle, sagt sie. Seit 2015 steht sie mit verschiedenen ehrenamtlichen Gruppen in Kontakt, um immer mal wieder auf Anfrage über bestimmte Verbraucherschutzthemen zu referieren.

Mit der Veranstaltung verfolgt Dapper ein primäres Ziel: „Wir wollen mehr auf uns aufmerksam machen. Viele Ehrenamtler kommen nicht auf die Idee, dass sie sich an die Verbraucherzentrale wenden können“, sagt sie. „Wir wollen uns besser vernetzen, mehr von den Flüchtlingshelfern erfahren, um so auch zu schauen, ob sich hinter manchen Einzelfällen nicht eine betrügerische Masche versteckt.“

Lars Himmler, Integrationshelfer in Nideggen und Hürtgenwald, nennt ein konkretes Beispiel: Ein Flüchtling habe einen Handyvertrag über zwei Jahre unterschrieben, in dem ein Tablet-Computer inklusive gewesen sei. „Das ist aber nicht ausgehändigt worden mit der Begründung, dass ja gar nicht sicher sei, ob derjenige überhaupt zwei Jahre in Deutschland bleibt.“

Die Bedeutung und das große Angebot von (überteuerten) Haftpflichtversicherungen sei ein weiteres Thema, auf das Lars Himmler in seiner Flüchtlingsarbeit öfter stößt; auch dazu soll aufgeklärt werden. Hildegard Dapper will ebenfalls erläutern, wie Ehrenamtliche mit Schreiben von Inkassobüros umzugehen haben.

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