Indesee: Seezugang, Strand und Ortserweiterung geplant

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Düren/Merken. Der Rahmenplan Indesee sieht für Merken rund um den Ort eine extensive Parkanlage, verbunden mit einem Seezugang und einem Strand vor. Im Westen ist eine Erweiterung des Ortes angedacht. „In diesem hervorragenden Ambiente sind wissenschaftliche Einrichtungen und Dienstleistungen sowie Bildung angedacht“, heißt es in dem von der Entwicklungsgesellschaft Indeland in Auftrag gegebenen Plan.

Von einem Campus-Charakter ist die Rede, der zusätzlich durch zukunftsorientierte, energiesparende Architektur gefördert werden soll. Im Indener Planungsausschuss stieß dies bereits auf heftige Kritik, vom Ködern des Restseegegners Düren mit einem Wissenschaftspark war die Rede, der doch dem am meisten vom Tagebau belasteten Schophoven vorbehalten bleiben sollte.

Aussagen, die den Merkener Bezirksausschussvorsitzenden und Sprecher der IG Merken, Horst Knapp, mehr als irritieren. „Uns muss keiner ‚ködern‘, damit wir uns an Workshops, Konferenzen und Planungen beteiligen“, versichert Knapp. Er bedauert, dass „unsere IG Merken wohl die einzige organisierte Bürgerschaft im Indener Tagebaugebiet ist“, die sich bisher intensiver, konstruktiver, aber auch kritischer als jede andere freie Gruppierung eingebracht habe.

Horst Knapp vermutet, dass schon jetzt der Kampf um das größte Stück vom Indeland-Kuchen begonnen hat. „Der ist wohl deutlich kleiner, als man sich das anfangs vorgestellt hat.“ Anders seien die von Konkurrenzdenken geprägten Aussagen nicht zu erklären. Knapp wittert den Versuch, die Stadt endlich für ihre alternative Haltung zur Tagebaunachfolgelandschaft abzustrafen und die Merkener indirekt als Schuldige darzustellen. „Dass sich einige Akteure im Falle einer Restseelösung auf unsere Kosten profilieren werden, war uns schon 2009 bewusst.“

Für ihn steht jedoch fest: „Geplant werden kann nicht ohne die Stadt Düren, und am Ende zählt bei jeder Maßnahme das verfügbare Geld. Daher wird man sehr schnell wieder auf dem Boden des Machbaren ankommen.“

In ihrer Stellungnahme macht die Stadt Düren deutlich, dass der Rahmenplan Indesee aus ihrer Sicht kein statischer Plan ist, sondern einer regelmäßigen Überprüfung und gegebenenfalls auch Fortschreibung bedarf. Ebenso unverzichtbar sei, dass bei der weiteren Planung die unmittelbar betroffenen Bürger von Merken beteiligt und eingebunden werden. Die Stadt begrüßt, dass dies vom Landrat und Aufsichtsratsvorsitzenden der Indeland GmbH bei der Anrainerkonferenz im November zugesagt wurde.

Für die Stadt ist entscheidend, dass sich das übergeordnete Ziel der Dorfentwicklung, der Erhalt und die Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität in Merken, im Rahmenplan wiederfindet. „Qualitätsvoll Arbeiten und Wohnen“, lautet das Leitmotiv, das auch Ergebnis einer Bürgerwerkstatt war. Die Stadt legt wert darauf, dass jedwede gewerbliche Nutzung mit der Dorfentwicklung verträglich und vereinbar sein müsse.

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