Inden - Inden: Größter Solarpark in NRW startet

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Inden: Größter Solarpark in NRW startet

Von: Antonius Wolters
Letzte Aktualisierung:
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Vor dem Indenmann stehen am Dienstag (06.12.2011) Solarmodule. In Inden im Kreis Düren geht der größte Solarpark in Nordrhein-Westfalen ans Netz. Mit einer Spitzenleistung von 3,8 Megawatt versorgt die Anlage 1000 Haushalte. Die Investitionskosten von zehn Millionen Euro tragen ein Anlagenbauer und eine kommunale Energiegesellschaft. Foto: dpa

Inden. Den sanft gerundeten Rücken eines Müllbergs, der mit 16 236 Solarmodulen gepflastert worden ist, tauschte die Rur-Energie GmbH am Dienstag mit der wohltemperierten Schalterhalle der Sparkasse in Jülich, wo der Solarpark Inden offiziell in Betrieb genommen wurde, während vor der Tür heftige Graupelschauer über die Straße fegten.

„Sonnenaufgang am Nikolausabend” war die Veranstaltung überschrieben, bei der Nordrhein-Westfalens größtes Solarkraftwerk gefeiert wurde, das in acht Wochen Bauzeit aus dem Boden gestampft worden ist. Wie Georg Schmiedel, Geschäftsführer des Unternehmens „F&S solar concept”, das die Freiflächenanlage als Generalunternehmen realisiert hat, berichtete, waren zeitweise bis zu 100 Monteure am Werk, um „etwas Einzigartiges zu realisieren”, wie es Udo Zimmermann von der Sparkasse als Gastgeber bei der Begrüßung formulierte.

Dirk Hürtgen, Geschäftsführer der Rur-Energie GmbH, erinnerte auch daran, dass für die schnelle Umsetzung der Pläne den Genehmigungsbehörden bei Gemeinde, Kreis und Bezirksregierung ein schnelles Tempo abverlangt worden sei, um das Solarpark-Projekt in der Rekordzeit von einem halben Jahr umzusetzen. Probleme gab es lediglich mit zwei Schwarzkehlchen-Paaren, deren Brut vor dem Baubeginn abgewartet werden mussten.

Der Solarpark Inden ist der Grundstein für die Rur-Energie GmbH, die der Kreis Düren im Rahmen seiner kommunalen strategischen Ausrichtung auf Initiative von Landrat Wolfgang Spelthahn gegründet hat. Der konnte zum Bedauern der vielen Gäste krankheitsbedingt diesen „Sonnenaufgang” übrigens nicht miterleben. Die Investitionen für den Park in Höhe von 9,84 Millionen Euro stemmen die Rur-Energie (57,67 Prozent) sowie „F&S solar concept” (42,33), die sich in dem Verhältnis auch Betrieb und Ertrag des Sonnenkraftwerks teilen. Die Anlage und ihre aktuelle Leistung können übrigens, berichtete Schmiedel, übers Internet fernüberwacht werden. So wurden im sonnenreichen November bereits 170.000 Kilowattstunden Strom produziert.

Die blau schimmernden Solarmodule sind 0,99 mal 1,64 Meter groß und im Winkel von 30 Grad genau nach Süden ausgerichtet. Maulwürfen gleich haben die Monteure Gräben kreuz und quer auf der rund zehn Hektar großen ehemaligen Kreismülldeponie gezogen und mehrere Kilometer Kabel verlegt und verdrahtet, die die Module untereinander sowie mit Trafos und Wechselrichtern verbinden. Diese bereiten den Sonnenstrom für die Einspeisung ins öffentliche Versorgungsnetz auf. Die Kapazität von maximal 3,9 Megawatt reicht aus, um mehr als 1000 Haushalte in den nächsten 30 Jahren mit sicherem und sauberem Strom zu versorgen.

Auftakt für weitere Projekte

Geschäftsführer Dirk Hürtgen betonte am Dienstag, dass der Solarpark den Auftakt für die Rur-Energie bildet, die sich in Zukunft auch bei der Windkraft und weiteren kleineren Solarprojekten engagieren wolle.
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