In vier Jahren muss sich das Freibad Abenden selber tragen

Von: sis
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Rocken Samstag im Abendener Freibad: die Mitglieder der Coverband „Shake up”.

Abenden. Noch fließt Geld aus dem Stadtsäckel nach Abenden. Doch es wird immer weniger: Noch sind es 10.000 Euro, im kommenden Jahr sind es noch 7000 Euro, danach gibt es 3000 Euro. Dann versiegt der Geldfluss von den Höhen in das Tal. „In vier Jahren bekommen wir keinen Zuschuss mehr von der Stadt. Dann muss sich das Freibad Abenden alleine tragen”, stellt Jörg Hauenstein, Vorsitzender des Fördervereins trocken fest.

Bis dahin will der Förderverein die Voraussetzungen geschaffen haben, dass der Pächter mit finanzieller und personeller Unterstützung des Vereins das Bad alleine betreiben kann.

Seit Ende vergangenen Jahres gibt es den Förderverein für das 40 Jahre alte Freibad. 1970, kurz vor der kommunalen Neugliederung wurde es direkt neben der Rur gebaut. 20 Meter breit und 40 Meter lang, an seiner tiefsten Stelle 1,70 Meter tief.

Schwarze Zahlen schrieb das Freibad selten, doch die roten Zahlen, die die Existenz des Bades in Frage stellten, ließen speziell die Abendener viele Fragezeichen hinter den Ziffern setzen. „Von 25- bis 40.000 Euro war die Rede”, erinnert sich Ratsherr Walter Obladen. Ihm und anderen kam dies nicht geheuer vor. Sie forschten nach. Und stellten fest: An die Wasseruhr war nicht nur das Freibad angeschossen, sondern auch die Festhalle, der Kindergarten oder auch der Grillplatz.

4500 Kubikmeter Wasser wurden dem Bad pro Jahr zugerechnet, aktuell hat das Bad nur 1750 Kubikmeter Wasser verschlungen: „Wir haben es vor dem Winter nicht abgelassen, haben es chemisch behandelt, nachdem ein Fachmann uns beraten hatte, haben auch noch andere Maßnahmen durchgeführt, so dass wir alleine in diesem Punkt die Kosten drastisch haben reduzieren können. Und trotzdem haben wir sehr gute Wasserwerte”, freut sich Jörg Hauenstein.

Der Vorsitzende des Fördervereins und seine 120 Mitglieder, die bei einem Jahresbeitrag 20 Euro mit von der Partie sind, wollen nun Bad und Gelände noch attraktiver machen, damit, so dass Wetter mitspielt, weiterhin rund 8000 Besucher pro Jahr in das Freibad kommen.

So will der Förderverein unter anderem Liegestühle anschaffen oder Wassergymnastik anbieten. So manche Überlegung soll Schritt für Schritt umgesetzt werden.

Dabei gilt: Der Eintrittspreis soll auf dem bisherigen Niveau gehalten werden, die Zahl der Mitglieder auf 200 gesteigert werden. Um die Maßnahmen zu finanzieren, ist auch das Sommerfest von besonderer Wichtigkeit. Am Samstag steht es wieder an.

„Shake up” rocken Samstag im Freibad

Die Coverband „Shake up” gibt während des dritten Sommerfestes im Freibad Abenden wieder ein Open-Air-Konzert.

Die Band spielt Songs von Joe Cocker bis Tina Turner, von Queen bis Toto. Das Konzert der Sänger und Musiker beginnt um 18 Uhr.

Bereits um 14 Uhr beginnt das Sommerfest an der Rur in der Nähe der Festhalle. Für die Kinder gibt es wieder Belustigungen mit verschiedenen Spielen zu Wasser und zu Land.

Außerdem findet eine große Tombola mit vielen attraktiven Preisen statt.

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