Düren - In nur fünf Tagen ein Theaterstück inszeniert

In nur fünf Tagen ein Theaterstück inszeniert

Von: bel
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Captain Hook (Mike Knöll/links) im Schwertkampf mit Peter Pan (Paul Turowski) auf dem Piratenschiff. Foto: bel

Düren. Betritt der erwartungsvolle Besucher den Abenteuerspielplatz (ASP) an der Heinrich-Dauer-Straße in Düren, so ist Überraschung angesagt.

Ein Kiosk, eine selbst errichtete Hütte, wo Werkzeuge ausgeliehen werden, ein Zelt, bei Regenschauern als Unterschlupf angebracht, und dann mitten in diesem kreativen Gewusel ein riesiges Schiff, nach dem Erbauer Peter Schmitz auf den Namen „Peters ASP Dampfer” getauft. Und dort wurde jetzt ein Theaterstück von Kindern und Jugendlichen zwischen acht und 15 Jahren aufgeführt.

Vor Beginn der Aufführung verkündeten die beiden Theaterpädagoginnen Karin Scheithauer und Christine Eichholz mit Stolz, dass sie für das Gesamtwerk nur knapp fünf Tage gebraucht haben. Die Zuschauer vor dem Schiff, auf Zeltbänken zahlreich platziert - darunter Babys, Kleinkinder, Kindergartenkinder und Schulkinder, meist in Begleitung der Eltern oder Großeltern - staunten über die Ausführungen der Mitarbeiterinnen der „Landesarbeitsgemeinschaft Theaterspiel” aus Bielefeld. Montag ging es in der Früh los. Kennenlernen, Ideen entwickeln. Bald war das Grundgerüst gebaut. Das Stück sollte etwas mit Peter Pan und Captain Hook zu tun haben. Der Titel: „Peter Pan und die Reise ins Nimmerland.” Die Ideen brachten Karin Scheithauer und Christine Eichholz nach Feierabend in Schriftform. Ein Theaterstück nahm Gestalt an.

Sabine Wagner, Leiterin des Spielpädagogischen Dienstes der Stadt Düren, gab die Meinung aller Beteiligten stellvertretend wieder: „Es war einfach fantastisch.”

Der böse Captain Hook (Mike Knöll), brutal und so laut, dass ein Kind im Publikum fragte, warum der so schreie, ist der Gegenspieler Peter Pans (Paul Turowski). Mit Körperkräften weniger gesegnet als Hook, kann Peter Pan den rüden Piraten kaum besiegen. Aber da gibt es doch diese Schwäche des Captains: Die Zuschauer spielten zu Beginn der Vorführung eine Uhr. Denn Hook wird beim Ticken einer Uhr wahnsinnig. Das hilft dann auch Peter Pan zu überleben, denn als ihn der Wüterich erwürgen will, stimmt das Publikum wechselseitig in ein lautes „Tick Tack” ein. Hook wird ohnmächtig und flieht später zur Freude aller unter wüsten Verwünschungen. Sieg Peter Pans, Sieg der Guten auf der ganzen Linie.

Die bunt zusammengewürfelte Schauspielertruppe - neben den Hauptdarstellern spielten Lea Stollwerk, Linus von Eicken, Lea Hahn, Hanna Wilden und Jasmin Digge mit - zeigte bei dieser Aufführung eine erstaunlich reife Leistung. Ohne sichtbares Lampenfieber spielten alle frei von der Leber weg. Gekonnt wurden eine artikulierte Sprache, Gestik und Mimik dosiert eingesetzt. Immer wieder wurden die Menschen im Publikum zum Mittun animiert. Besonders die Kleinkinder waren auf Mutters Schoß kaum noch zu halten. Sie redeten mit, verrieten, wo der Gesuchte sich versteckte. Orts- und Szenenwechsel heißt im normalen Theater Umbau auf der Bühne. Bei „Peter Pan und seiner Reise ins Nimmerland” mussten die Zuschauer mit Bänken und Stühlen zu einem anderen Ort wandern. Fazit: Eine einmalige Aufführung des gelungenen Theaterstücks wäre sehr schade. Wiederholung erwünscht!
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