In Kreuzau entsteht ein neues Wohnzentrum für Senioren

Von: Fred Schröder
Letzte Aktualisierung:
caritasbu
Auf dem Weg zu einer neuen Wohnform für Senioren: In Friedenau starteten gestern mit dem ersten Spatenstich die Bauarbeiten zur „Neuen Heimat im Alter” des Caritasverbandes. Foto: Schröder

Kreuzau. Mit acht Spaten, Geld aus sieben Förderprogrammen und viel Optimismus auf dem Weg zum neuen Caritas- Zentrum Süd: Mit dem symbolischen Spatenstich begannen am Montag die Arbeiten für das Neubauprojekt „Wohnen im Alter” auf dem Areal der früheren Papierverarbeitungsfirma Hoesch in Friedenau.

Das Wohnprojekt in vier Gebäuden mit 22 Einheiten Betreutes Wohnen, 44 stationären Pflegewohnplätzen, einer teilstationären Tagespflege mit 16 Plätzen sowie Beratungsbüro und Begegnungsstätte mit Café ist mit Kosten von 10,9 Millionen Euro kalkuliert. „Wir wünschen uns, dass das Projekt zum Annafest am 26. Juli 2012 fertig ist”, hegte Caritas-Geschäftsführer Lothar Frank Hoffnung auf schnelle Realisierung.

„Wir sprechen nicht mehr von Altenheim”, stellte der Caritas- Vorsitzende Franz-Josef Rehfisch die Konzeption des Verbandes vor und sprach von „der absolut richtigen Lage am Rande des Ortszentrums Kreuzau”. Mit Blick auf die bisherigen Caritas-Projekte in Jülich und Düren sprach Rehfisch vom „Caritas-Zentrum Süd”, in dem nach Darstellung von Geschäftsführer Frank „in einem neuen Kreuzauer Ortsteil die neue Form des Wohnens im Alter realisiert wird”.

Mit dem Spatenstich endete für den Bauherrn „ein Hürdenlauf über drei Jahre”, der mit ersten Projekterörterungen bereits 2007 begann. Der Caritasverband Düren-Jülich erwarb im November 2008 das 8200 Quadratmeter große Grundstück von der Kreuzauer Firma Meno-Bau, nebenan derzeit 25 barrierefreie Seniorenwohnungen hochzieht. Nach dem von Frank Klamandt beim Caritasverband erstellten Analysen und Vorstellungen begann der „Hürdenlauf”. Starker Unterstützung von Kreis und Gemeinde standen Skepsis in den Ministerien gegenüber. Die Landtagsabgeordneten Liesel Koschorreck und Rolf Seel schalteten sich ein.

„Jetzt danken wir allen, die an uns geglaubt haben”, sagte Franz-Josef Rehfisch, als er den von Landrat Spelthahn mitgebrachten überdimensionalen Scheck über eine Landesförderung von 4,82 Millionen entgegennahm. „Diese Summe werden wir zurückzahlen”, versprach Rehfisch. Stolz war der Kreuzauer Bürgermeister Walter Ramm. Er sprach von einem „Glücksfall für Kreuzau und die Menschen, die hier wohnen werden”.

Interessierte können sich während des Sommerfestes in der Tagespflege am Duffesbach am kommenden Wochenende ein Bild vom neuen Caritas-Projekt machen und in Informationsveranstaltungen im Frühsommer.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert