In Düren kommen wieder mehr Kinder zur Welt

Von: cro
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750. von 780 Geburten im Krankenhaus Düren 2016: Emma Sophia Imdahl (geboren am 18. Dezember) mit Mutter Claudia Bummele und Vater Björn Imdahl. Foto: cro

Düren. Die Stadt Düren liegt im Trend, was die Anzahl von Geburten angeht. Beide Krankenhäuser, die eine Geburtshilfe anbieten, haben im Jahr 2016 im Vergleich zu den vergangenen Jahren deutlich zugelegt.

Das Krankenhaus Düren hat nach eigenen Angaben nicht mit der Zahl von 780 Geburten gerechnet, in Birkesdorf hat das St.-Marien-Hospital mit 1353 Geburten den Schnitt der vergangenen Jahre angehoben.

„Bei uns bestätigt sich die Tendenz, dass generell mehr Kinder geboren werden“, sagte Kaya Erdem, der Sprecher des St.-Marien-Hospitals beziehungsweise der Caritas Trägergesellschaft West. „Wir profitieren davon, dass sich unser Einzugsgebiet auch auf die Regionen Aachen, Köln oder Heinsberg ausweitet.“ Bei der Statistik muss man erklären, dass mit Geburten nicht die geborenen Kinder gemeint sind. In Birkesdorf wurden 37 Zwillinge geboren, sprich 1353 Geburten bedeuten 1390 Kinder.

Der Deutschlandtrend des Statistischen Bundesamtes, auf den sich Erdem bezieht, gibt Folgendes wider: Erstmals seit 1982 liegt die Geburtenziffer wieder bei über 1,5 pro Frau. Das trifft auch auf Nordrhein-Westfalen zu. Beim Standesamt Düren wurden im vergangenen Jahr 2160 Kinder registriert. Ein Jahr zuvor waren es 1925.

Richtige Entscheidung

In den Notizbüchern des Krankenhauses Düren hinterlässt dieser Anstieg ebenfalls Spuren. Christoph Lammertz, der dort für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, liest daraus ab: Es sei richtig gewesen, vor mehr als vier Jahren, als die Schließung der Kinderklinik feststand, nicht auf externe Stimmen gehört zu haben. „Es gab nicht wenige, die gesagt haben, wir sollten auch die Geburtshilfe aufgeben“, sagte Lammertz.

Faktisch hat eine Kinderklinik keinen Einfluss auf die Arbeit der Geburtshilfe-Abteilung. Für manche werdende Eltern kann sie aber ein Argument für ein Krankenhaus als Geburtsort sein, weil sie wissen, dass rund um die Uhr ein Kinderarzt keinen weiten Weg hat.

Wenn Probleme außerhalb der Arbeitszeiten der zwei regulären Kinderärzte, die „im normalen Klinikalltag“ bereitstünden, auftreten, greift im Krankenhaus Düren eine Notfallversorgung, erklärt Dr. Axel Sauerwald, der seit 2013 Chefarzt ist: „Unsere Anästhesisten und Gynäkologen sind entsprechend geschult, sie sind das ,Netz unten drunter‘.“

Das Krankenhaus Düren und das Birkesdorfer Krankenhaus unterscheiden sich auch in Sachen Hilfe bei Frühgeburten. Dafür hat Birkesdorf eine eigene Abteilung, das Krankenhaus Düren leitet betroffene Eltern weiter.

Für 2017 plant das Krankenhaus Düren laut Lammertz einen Ausbau der Geburtshilfe: „Die ehemalige Kinderklinik wollen wir für die Geburtshilfe sanieren. Vorsichtig gesagt, wollen wir das in der zweiten Jahreshälfte realisieren.“

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