In dieser „Hölle“ schmoren die Närrinnen gerne

Von: Sarah Maria Berners
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Auf den Tischen: Bei ihrem ersten Auftritt bei einer Vettweißer Damensitzung wurden die Jungs von „Kasalla“ von den Frauen gefeiert. Foto: smb
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Auf den Tischen: Bei ihrem ersten Auftritt bei einer Vettweißer Damensitzung wurden die Jungs von „Kasalla“ von den Frauen gefeiert. Foto: smb

Vettweiß. Der Weg zur Hölle führte am Dienstag wieder über die K 28. „Allerdings möchte man in dieser Hölle gerne länger schmoren“, sagte eine der Närrinnen, die bei der ersten Damensitzung der KG Vettweiß „ordentlich abfeierten“.

Schon nach dem Auftritt der KG mit ihrer Funkengarde brodelte die Stimmung im Zelt und die erste Rakete war fällig. Als dann Achnes Kasulke mit ihren Späßen für Lacher sorgte, war das für die Frauen eine gute Gelegenheit, noch mal in die mitgebrachten Tupperdosen mit Käse, Wurst und allerhand anderen Köstlichkeiten zu greifen und sich damit für den Feiermarathon zu stärken, der ihnen an diesem Nachmittag bis in den Abend hinein bevorstand.

„Vettweiß ist einfach ein Muss. Diese Sitzung hier ist Kult. Hier muss man hinkommen – und das gilt auch für uns Frauen aus Eschweiler“, sagte Nicole Luttke-Dohmen. Ihre Freundinnen Martina Knoll, Marlene Mohren und Leni Dohmen nicken zustimmend. „Die Stimmung hier ist einfach immer fantastisch“, betonten sie. Und deswegen kommt ein mit 50 Personen gut besetzter Bus in jedem Jahr von der Karnevalshochburg Eschweiler zur Vettweißer Damensitzung. Immer wieder schließen sich ein paar Neulinge der Gruppe an – und dann wollen sie im kommenden Jahr meistens wieder dabei sein. Sie glauben, dass es für viele Frauen leichter ist, ausgelassen zu feiern, wenn die Männer nicht dabei sind.

Den Suchtfaktor der Hölle von Vettweiß kennen auch Sandra Wamig aus Merode und ihre Freundin Astrid Knake aus Pier. „Ohne Männer und ohne Kalorienzählen, mit fantastischer Stimmung, unserem Picknick und ein paar kühlen Getränken ist das einfach ein schöner Frauennachmittag“, findet Sandra Wamig. Und diese Meinung teilen wohl alle 1700 Frauen.

Als Achnes Kasulke die Bühne verlässt und die Jungs von „Kasalla“ die Bühne stürmen, verwandelt sich das Festzelt in die berüchtigte „Hölle von Vettweiß“. In den Gängen wird getanzt und gezappelt, auf den Tischen Party gemacht. „Alles, was man über euch erzählt, stimmt“, sagte Sänger Bastian Campmann und gab auf der Bühne zu, dass er und seine Kollegen vor ihrem ersten Auftritt bei der legendären Damensitzung ein wenig nervös waren. Die Jungs verausgabten sich auf der Bühne, und die Närrinnen feierten sie und ihren Hit „Pirate“. Später erfüllten die Bandmitglieder viele Autogramm- und Fotowünsche ihrer Fans.

Feierkondition

Die Rede von Jürgen Beckers alias „Der Hausmann“ bot dann nochmal ein wenig Zeit zum Verschnaufen, bevor es Schlag auf Schlag mit Marita Köllner, Bruce Kapusta, den Domstürmern, den Funky Marys, der Showtanzgruppe der Funkengarde Vettweiß, den Räubern, dem TC Wyss, den Paveiern, Colör und den Klüngelköpp weiterging. Die Frauen bewiesen gewaltige Feierkondition und machten nicht schlapp.

Rund 6800 Frauen dürfen sich heute und in den kommenden Tagen noch auf die Damensitzung in der „Hölle von Vettweiß“ freuen. Ein mit besonders vielen Prominenten bestücktes Programm wartet auf die Närrinnen, die Karten für die Freitagssitzung ergattert haben: Dann stehen unter anderem die Bläck Fööss, Brings, die Paveier, Marita Köllner, die Räuber, Colör und Guido Cantz auf der Bühne vor 1700 jecken Damen.

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