Düren - In der Marienkirche klingt die Schöpfung

In der Marienkirche klingt die Schöpfung

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Ein ganz wichtiger Schöpfungsschritt: Gott belebt Adam, berühmtes Deckengemälde in der Sixtinischen Kapelle in Rom, gemalt von Michelangelo. Foto: Plusphoto

Düren. Das Oratorium „Die Schöpfung“, komponiert von Joseph Haydn (1732-1809), hat bis heute nichts von seiner Schönheit verloren: Es ist eine geniale Musik, die eine ideale Natur und das Bild eines humanitären Menschen aufzeigt.

„Nun beut die Flur das frische Grün dem Auge zur Ergötzung dar, den anmutsvollen Blick erhöht der Blumen sanfter Schmuck.“ Dieser Textauszug einer Arie des Gabriel aus dem einmaligen Werk ist wohl ein Charakteristikum des gesamten Oratoriums, geprägt von der Bewunderung eben der Schöpfung.

Von seiner zweiten Reise nach London hatte Haydn 1795 einen englischen Text mitgebracht, der nach dem Genesis-Epos „Paradise Lost“ des großen englischen Dichters John Milton (1608-1674) die Schöpfungsgeschichte von der Vorstellung des Chaos bis hin zur Erschaffung des Menschen beschrieb. Mit der Übertragung ins Deutsche beauftragte Haydn den Baron Gottfried van Swieten, nach deren Fertigstellung Haydn das Werk in den Jahren 1796 und 1797 komponierte. Der Erfolg der von Haydn selbst geleiteten Uraufführung am 29. und 30. April 1798 vor einer geschlossenen Gesellschaft im Stadtpalais Schwarzenberg soll sensationell gewesen sein.

Die Cappella Villa Duria wird Haydns „Schöpfung“ am Sonntag, 19. April 2015, ab 18 Uhr in der Marienkirche aufführen. Bei der Dürener Aufführung wirken die Solisten Katharina Bergrath (Sopran) in den Rollen des Gabriel und der Eva, Markus Francke (Tenor) als Uriel, Hee-Kwang Lee als Raphael und Wolfgang Tombeux als Adam mit.

Den Oratorienchor und das Sinfonie-Orchester der Cappella Villa Duria leitet Johannes Esser. Karten sind im Vorverkauf für 23 Euro, Schüler sechs Euro, an der Theaterkasse im Haus der Stadt und im Bürgerbüro am Markt in Düren und an der Abendkasse ab 17.15 Uhr erhältlich.

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