Heimbach - In der Brust des Malers Werner Grau schlagen zwei Herzen

In der Brust des Malers Werner Grau schlagen zwei Herzen

Von: Gudrun Klinkhammer
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Der Maler Werner Grau zeigt im Haus des Gastes rund 70 Exponate. Im Mittelpunkt der Motive steht der Kölner Dom, in stilisierter Form und in all seinen gotischen und lichtdurchfluteten Facetten. Foto: Klinkhammer

Heimbach. Der Kölner Dom mit all seinen Facetten hielt am Sonntag in Form von Bildern Einzug im Haus des Gastes in Heimbach. Zur Vernissage hatte der Künstler Werner Grau in Kooperation mit der Stadt Heimbach eingeladen. Die Begrüßung übernahm die stellvertretende Bürgermeisterin Edith Cremer. Die Bilderschau trägt den Titel „Freund – schafft“.

Unter den 70 Exponaten finden sich eben in erster Linie Abbildungen der berühmten Kölner Kathedrale wider. Meist trägt Werner Grau Öl auf Leinwand auf, doch auch zum Zeichenstift greift er gerne.

Die Liebe zum Dom ist in dem 51-jährigen Gestalter gewachsen, wurde er doch in Köln geboren. Seine Jugendzeit verbrachte er als Gymnasiast in Bad Münstereifel, dann zogen ihn erste Studien der Fächer Philosophie und Kunstgeschichte nach Berlin. In Hannover studierte er freie Kunst und eröffnete nach erfolgreichem Abschluss in Köln die Galerie „Art Corner“. Weiter ist er Gründungsmitglied des in Schleiden-Gemünd ansässigen Fördervereins „Maler der Eifel“.

Der Sprung in die Selbstständigkeit und der Druck, von der Kunst leben zu müssen und auch zu wollen, ließ Werner Grau Kompromisse eingehen. Er beobachtete auf Ausstellungen und Kunstmessen das Verhalten der Menschen und stellte fest, dass es bestimmt jeden Künstler ehrt, wenn dieser seine eigene Kreativität in zeitgemäßer Form auslebt. Für das tägliche Brot reicht diese Einstellung in den meisten Fällen allerdings nicht aus.

Also nahm sich der Kölner das Motiv vor, das jeden Touristen und auch die Einheimischen aufgrund seiner imposanten Erscheinung vom Hocker haut: Der Kölner Dom. Diesen malt er seit Jahren auf der einen Seite in seiner Komplexität, auf der anderen Seite löst er das klerikale Gebäude in viele kleine Partikel auf, die die gotischen Formen und die bunten Farben der Richterfenster in stilisierter Form auf den Punkt bringen.

„Immer wieder geschieht es“, so Werner Grau, „dass erstes Interesse an der Kunst durch ein kleines Bild geweckt wird und weiteres Interesse nach sich zieht.“ Verschiedene Gedankengänge führten den Künstler dazu, den Titel „Freund - schafft“ zu wählen.

Werner Grau: „Während ich meinen Vater bis zum Tod pflegte habe ich mich freundschaftlich um ihn gekümmert, aber auch weiterhin kreativ geschafft.“

Eine Phase des Lebens ging für Werner Grau mit dem Tod seines Vater zu Ende, eine neue beginnt. Denn seine tiefe Freundschaft zur Eifel möchte er nun wieder intensivieren.

Zu sehen ist die Ausstellung „Freund – schafft“ noch bis Sonntag, 15. März, im Haus des Gastes, Über Rur. Die Öffnungszeiten sind montags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr.

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