Immer wieder donnerstags: Initiative will „Veggietag” etablieren

Von: Jörg Abels
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Gabi Zeplin und Andreas Binanz
Gabi Zeplin und Andreas Binanzer werben für den „Veggietag” und präsentieren immer donnnerstags auf dem Dürener Wochenmarkt ein neues Rezept. Foto: Abels

Düren. Auf dem Speiseplan steht diesmal „Möhren-Fenchel-Auflauf” - Donnerstag ist seit gut einem Jahr auch in Düren „Veggietag”. Gabi Zeplin und Andreas Binanzer stehen am Rande des Dürener Wochenmarktes und werben für den vegetarischen Mittagstisch.

Anschaulich präsentiert die pensionierte Lehrerin an einem Infostand auf der Kölnstraße einen kleinen Beutel mit 200 Gramm Pellkartoffeln, 500 Gramm Möhren, einer Fenchelknolle und einer Zwiebel - Zutaten, die auf dem Wochenmarkt gerade einmal drei Euro kosten. Und sie liefert das für zwei Personen gerechnete Rezept gleich mit.

„Unser Anliegen ist es, den Menschen bewusst zu machen, welche Auswirkungen unsere Ernährungsgewohnheiten auf Gesundheit, Umwelt und Tierwelt haben”, erklärt die engagierte Frau aus Straß, die auch Dürener Großkunden für den „Veggietag” am Donnerstag gewinnen will. „Der Vegetarierbund bietet für Großküchen eine spezielle Schulung mit hervorragenden Köchen an”, erklärt Gabi Zeplin und räumt gleich mit einem weit verbreiteten Vorurteil auf: „Vegetarisch heißt nicht einfach nur, auf Fleisch zu verzichten. Man kann auch eine richtig gute und schmackhafte Küche haben.”

Der Initiative geht es nach eigenem Bekunden nicht darum, den Fleischkonsum zu verdammen. „Fleisch soll nur bewusster gegessen werden”, erklärt Andreas Binanzer. Durch einen einzigen bundesweiten „Veggietag” müssten jährlich über 140 Millionen Tiere weniger gezüchtet und geschlachtet werden. „Schon wenn alle Dürener donnerstags kein Fleisch essen würden, hätten jährlich rund 6000 Schweine keine qualvolle Mast zu erleiden.”

Gabi Zeplin und Andreas Binanzer wiesen im Gespräch mit interessierten Bürgern aber gerne auch noch auf zwei weitere positive Folgen des „Vegetarischen Donnerstags” hin. Wer schon an einem Tag in der Woche auf Fleisch und Fisch verzichte, senke das Risiko eines frühen Schlaganfalls oder Herzinfarkts spürbar. Und darüber hinaus würden die mit der Tiermast verbundenen Umweltbelastungen minimiert: weniger Medikamenten- und Hormonrückstände im Trinkwasser, weniger Reibhausgase, weniger Getreideverfütterung an Tiere.

Neben dem regelmäßigen Infostand auf dem Wochenmarkt plant Gabi Zeplin in den kommenden Wochen weitere Aktionen. Sie wird beim Dürener Agendatag am 22. September mit einem Infostand vertreten sein und möchte einen monatlich stattfindenden „Veggie”-Stammtisch im Haus der Evangelischen Gemeinde etablieren, bei dem Interessierte sich nicht nur austauschen, sondern auch gemeinsam kochen sollen.

Wer mehr über vegetarisches Kochen oder die Ziele der „Veggietag”-Initiative erfahren möchte, kann sich direkt an Gabi Zeplin unter der Rufnummer 02429/903851 wenden.
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