Immer mehr weiße Flecken verschwinden

Von: diz
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Der Kasten für den schnellen Weg ins weltweite Netz: Stephan Fuß (SOCO Network Solutions) und Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, begutachten den bundesweit ersten Schaltverteilerkasten den die Telekom an einen Wettbewerber übergeben hat. Foto: Zirke

Echtz. Wenn der Präsident der Bundesnetzagentur den weiten Weg von Bonn nach Echtz unternimmt, dann muss das einen wichtigen Grund haben. „Im Kampf gegen die weißen Flecken bei der Versorgung mit schnellen Internetanschlüssen sind wir einen wichtigen Schritt voran gekommen”, sagte Matthias Kurth am Mittwoch während der Besichtigung des bundesweit ersten Schaltverteilerkastens, den die Deutsche Telekom an einen Wettbewerber übergeben hat.

„Der Breitbandausbau in den ländlichen Gebieten kommt endlich voran.” Denn erst ein derartiger Schaltverteilerkasten ermöglicht eine Internetversorgung mit hoher Bandbreite. Und das aus einem einfachen Grund: „Durch diese Kästen verkürzt sich die Länge der Leitungen zwischen der Technik des Anbieters und dem Endkunden”, erklärte Kurth. Bisher verlief die Anschlussleitung von Echtz an Hoven vorbei zum zentralen Hauptverteiler nach Birkesdorf. Mit der Länge des Kabels vergrößerte sich der Widerstand. Die Folge: langsame Internetverbindungen. Jetzt führt ein schnelles Glasfaserkabel an den Schaltverteilerkasten heran. Von dort ist der Weg per Kupferkabel in die heimischen Computer nur noch sehr kurz.

900 Haushalte profitieren

In Echtz könnten rund 900 Haushalte von dem neuen System profitieren und in Zukunft mit höheren Geschwindigkeiten im Internet surfen. Betrieben wird der Kasten von der Firma Soco Network Solutions. Der Telekommunikationsanbieter aus Birkesdorf verspricht seinen Kunden in Echtz in Zukunft DSL-Bandbreiten von echten 8000 bis 16.000 Kbit/s.

Der Errichtung des Schaltverteilerkastens war einen Grundsatzentscheidung der Bundesnetzagentur vorausgegangen. Die Agentur hatte im März vergangenen Jahres beschlossen, dass die Deutsche Telekom ihren Wettbewerbern eine einfachere Erschließung und Versorgung „weißer Flecken” mit schnellen Internetanschlüssen ermöglichen soll. Anschließend folgten zahlreiche weitere Regulierungsverfahren. „Wir sind froh und begrüßen es, wenn der Wettbewerb in den ländlichen Gebieten in Gang kommt”, sagte Marcus Weinkopf, Regulierungsexperte der Deutschen Telekom, Mittwoch In Echtz, „wir sind auch sehr gespannt, wie es weitergeht.”

Das der bundesweit erste Schaltverteilerkasten ausgerechnet in Echtz aufgestellt wurde hat einen einfachen Grund: „Die Birkesdorfer Firma war die erste, die einen entsprechenden Antrag gestellt hat”, sagte Bundesnetzagentur-Präsident Matthias Kurth. Seine Behörde kündigte an, für die Zukunft einen Mustervertrag zu entwickeln, mit dem jedes Wettbewerbsunternehmen ohne formales und aufwendiges Regulierungsverfahren die Errichtung eines Schaltverteilers bei der Deutschen Telekom anfragen kann, um so den Ausbau des schnellen Internets in ländlichen Gebieten weiter voranzutreiben.
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