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Immer donnerstags sind die „Zwölf Apostel” im Einsatz

Von: Christoph Hahn
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Halten ihren Heimatort Üdinge
Halten ihren Heimatort Üdingen bestens sauber und in Schuss: Die „Zwölf Apostel” mit Ortsvorsteher Manfred Stoffels (3. von links) haben sich die Pflege von öffentlichen Wegen und Plätzen auf die Fahnen geschrieben. Es fehlen Johannes Friedrichs und Heinz Schiffer. Foto: Hahn

Üdingen. Nichts kann sie hindern - höchstens mal ein harscher Wintereinbruch oder ein Urlaub. Ansonsten stehen sie jeden Donnerstag zwischen 9 und 12 Uhr Gewehr bei Fuß, komme, was da wolle.

Sie: Das sind Männer im Alter zwischen 59 und 83 Jahren, die in Üdingen als „Die zwölf Apostel” bekannt sind. Was sie sich auf die Fahnen geschrieben haben, erinnert an den Namen einer berühmten Aktion: „Unser Dorf soll schöner werden”.

Zusammengeführt hat die rüstigen Senioren Ortsvorsteher Manfred Stoffels, und das im Jahre 2004. Seitdem wirbelt das fidele Team und hält die Heimat in Schuss - auf öffentlichem Gebiet, versteht sich. Darauf legen der Ortsvorsteher und seine engagierten Mitstreiter Walter Macherey, Heinz Schmidt, Gerd Nolden, Petra Schiffer, Herwart Hauspurg, Christian Schillberg, Josef Schiffer, Peter Müller, Siegfried Raven, Johannes Friedrichs und Heinz Schiffer großen Wert.

Dessen ungeachtet mangelt es nicht an der Unterstützung von Mitbürgern: Weil die „Apostel” ihren schmucken Ort so fleißig sauber halten, steckt ihnen mancher Üdinger en passant etwas Geld zu. Das landet dann in der „Mannschaftskasse”, auch zur Förderung der Geselligkeit.

Das Zentrum der Aktivitäten ist auch das Zentrum des Dorfes: Die Blockhütte auf dem Spielplatz am Pfarrer-Dörenkamp-Platz ist der Treffpunkt der Senioren im Unruhestand. Von dort aus ziehen sie jeden Donnerstag los, mit Schubkarre, Besen und anderen Geräten bewaffnet, um die Wege, den Spielplatz sowie andere Flächen und Wege im Eigentum der Gemeinde Kreuzau in Schuss zu halten.

Besondere Projekte? Ja, die gibt es, zum Beispiel, wenn der Sand ausgetauscht werden muss, der Wanderweg an der Rur mit Splitt bestreut oder Laub beiseite geräumt wird: Die „Apostel” lassen sich nicht lange bitten und sind zur Stelle. Übrigens: Auch die 47 Bänke im Ort werden von den rüstigen Üdingern zuverlässig gestrichen und saubergehalten.

Das nächste Vorhaben hat übrigens mit einem recht spektakulären Fund zu tun. Beim Vorbereiten des Brunnens auf dem Pfarrer-Dörenkamp-Platz für den Winter haben die tatkräftigen Helfer den Korpus des Dorfkreuzes gefunden. Denn wollen sie nun, sobald es geht, an einem Findling oder anderem großen Stein anbringen und augenfällig in der Mitte Üdingens präsentieren. Und, Ehrensache: Die „Zwölf Apostel” werden gut darauf aufpassen.

Was nicht heißen soll, dass die Mitglieder der Gruppe ihren Augapfel außer Acht lassen werden.Denn daran lässt Christian Schillberg keinen Zweifel: „Der Kindergarten ist uns das Liebste.”
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