Immense Intensität trifft auf rasante Regieeinfälle

Von: han
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Das vor wenigen Monaten gegründete Ensemble „Ernas Erben” überzeugte auf der Bühne. Foto: Schmitz

Düren. Vor 80 Jahren hat die einstige Dürener Theaterintendantin Erna Schiefenbusch das Schauspiel „Der Arbeitslose” geschrieben. Das neue Ensemble „Ernas Erben” präsentierte auf der Bühne im Haus der Stadt Szenen aus diesem Stück als Vorgeschmack auf die Premiere im Herbst.

Der Künstlergruppe gelang es vortrefflich, die ausgewählten Teile des anspruchsvollen Stücks auf die Bühne zu bringen. Überraschend sicher und stark im Ausdruck agierten die Mimen. Der enge Kontakt zu den Zuschauern und die direkte Ansprache verliehen den Auftritten eine immense Intensität.

Die Auseinandersetzung mit dem Thema Arbeitslosigkeit, die Ängste und Sorgen der Jugend vor der beruflichen Zukunft, die damit verbundene Unsicherheit und Angst wurden greifbar. Mimik und Gestik - mal sparsam angewandt, dann wieder fast inbrünstig - packten die Zuschauer, ließen sie auch wegen rasanter Regieeinfälle zu stummen Teilnehmern werden an dem Bühnenversuch, den Unterschied zu einem „guten” und einem „schlechten” Arbeitslosen darzulegen, sich mit Vorurteilen und Klischees auseinanderzusetzen.

Die Aufführung war eine Mischung aus Texten von Erna Schiefenbusch und selbst entwickelten Texten und Szenen der Schauspielergruppe, die vorzüglich von der Theaterpädagogin Marion Kaeseler geleitet wurde. Es war beeindruckend, was schon nach wenigen Monaten Zusammenarbeit erreicht wurde.

Auf die Premiere des Stückes, dessen Produktion von der Dürener Erna-Schiefenbusch-Gesellschaft unterstützt wird, dürfen die Zuschauer schon jetzt gespannt sein. Und auch dem Haus der Stadt steht zum 20. Geburtstag eine Eigenproduktion gut zu Gesicht.
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