Im Regen wird das Kirschkernspucken zum Glücksspiel

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Immer wieder musste die Spuckbahn vom Regenwasser befreit werden. Der in Portugal lebende Dürener Sascha Sadewasser nutzte einen der wenigen trockenen Momente und holte seinen dritten Titel. Foto: Jörg Abels
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Immer wieder musste die Spuckbahn vom Regenwasser befreit werden. Der in Portugal lebende Dürener Sascha Sadewasser nutzte einen der wenigen trockenen Momente und holte seinen dritten Titel. Foto: Jörg Abels

Düren. Selbst mit dem stürmischen Rückenwind waren die „Weltrekorde“ bei der 41. Weltmeisterschaft im Kirschkern-Weitspucken zum Auftakt der Annakirmes am Samstag nicht in Gefahr. Platzmeister Achim Greiff und sein Team vom Vermessungsamt befreiten die Spuckbahn mit Abziehern zwar immer wieder von den größten Pfützen, die immer wieder vom Himmel fallenden Regentropfen aber ließen die Kerne kaum rollen.

Weniger die richtige Technik, sondern vielmehr der richtige Zeitpunkt des Spuckens war daher entscheidend. Wer einen trockeneren Moment erwischte, war klar im Vorteil. Für die anderen zählte bei dem traditionellen Spaßwettbewerb, bei dem nicht nur Urkunden und Pokale, sondern auch Kirmesgeld locken, mehr denn je der olympische Gedanke: „Dabeisein ist alles.“ Und Dabeisein wollten auch wieder fünf Eidgenossen, die in den Vorjahren immer mal wieder einen Titel in die Schweiz entführt hatten. Die Ex-Weltmeister Thomas Steinhauer und Weltrekordhalterin Conchita Kohler aber gingen diesmal leer aus.

Bei den Männern siegte der gebürtige Dürener Sascha Sadewasser, der schon 1993 und 1994 erfolgreich war. Der 45-Jährige Physiker, der seit vier Jahren im portugiesischen Braga wohnt und arbeitet, besucht in diesen Tagen seine Familie und zeigt seiner Frau die Annakirmes. „Wenn ich schon hier bin, dann mache ich natürlich auch bei der WM mit“, stand für den Dürener fest. Mit Erfolg.

Gerade noch als Zehnter in die Endrunde gerutscht, nutzte Sascha Sadewasser im Finale eine der wenigen trockenen Phasen und düpierte die gesamte Konkurrenz. Seine 15,58 Meter blieben bis zum Ende unerreicht. Bei stärker werdendem Regen konnte auch Altmeister Wolfgang Schlepütz aus Nideggen seine 15,39 Meter aus der Vorrunde nicht mehr steigern. Er wurde Zweiter vor dem Schweizer Heinz Meierhofer (14,76 m). Platzmeister Achim Greiff schaffte immerhin noch 13,05 Meter.

Im Frauen- und Jugendwettbewerb dominierte die wieder einmal aus dem rheinland-pfälzischen Ober-Hilbersheim in die frühere Heimat angereiste Familie des diesmal geschlagenen Weltrekordhalters Oliver Kuck. Kucks Ehefrau Andrea gewann den Frauenwettbewerb mit 11,76 Metern vor der Dürenerin Irene Holle (11,28 m) und Melissa Sanchez-Sanchez (10,79 m). Bei der Jugend landeten seine beiden Söhne Timon und Janek einen Doppelsieg. Beide steigerten sich in der Endrunde. Sieger Timon kam auf 11,04, sein Bruder Janek auf 10,15 Meter. Dritter wurde Jannis Hilgers aus Niederzier mit 9,74 Metern.

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