Im Nideggener Wahlkampf steigt der Pulsschlag

Von: bugi
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Beide Kandidaten setzen am Sonntag bei der Bürgermeisterwahl in Nideggen auf Sieg. Hier zu sehen: CDU-Kandidat Peter Hüvelmann. Foto: Burkhard Giesen
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Beide Kandidaten setzen am Sonntag bei der Bürgermeisterwahl in Nideggen auf Sieg. Hier zu sehen: SPD-Kandidat Marco Schmunkamp. Foto: Burkhard Giesen

Nideggen. Der Pulsschlag steigt. In vier Tagen sind die Nideggener Bürger aufgerufen, sich in der Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters zwischen Marco Schmunkamp und Peter Hüvelmann zu entscheiden. Die Nervosität der Parteien vor dem erneuten Wahlgang nimmt spürbar zu.

„Der Wahlkampf ist sehr stressig. Wenn es dann auch noch persönlich wird, geht das an die Substanz“, sagt CDU-Kandidat Peter Hüvelmann. Am Sonntag war er noch beim Herbstfest zu Gast, am Dienstag und Mittwoch hat er auf dem Oktoberfest in München Abstand vom Wahlkampf gesucht: „Das war lange vor der Wahl schon gebucht.“ Am Mittwoch wird Hüvelmann dann wieder Präsenz zeigen und um jede Stimme kämpfen. Dabei strahlt er Zuversicht aus: „Es gibt nach dem ersten Wahlkampf 1200 Stimmen, die neu zuvergeben sind.“

Dabei macht es ihm seine Partei derzeit nicht gerade leicht. Für Wirbel sorgt in Nideggen ein Flyer der CDU, in dem Gegenkandidat Marco Schmunkamp teils scharf angegriffen wird. Schmunkamp sei den Aufgaben eines Bürgermeisters nicht gewachsen, habe seine Unerfahrenheit auch im Umgang mit den Bürgern bewiesen und würde die Wähler täuschen.

„Bei dem Kandidaten Marco Schmunkamp handelt es sich um ein getarntes U-Boot der SPD“, heißt es da. Hüvelmann kann die Aufregung nicht ganz nachvollziehen: „Da wird niemand diffamiert. Die Frage, ob er ein unabhängiger Kandidat ist, muss erlaubt sein.“ Allerdings sagt er auch, dass es nicht sein Flyer sei, sondern der der CDU.

Ein Problem, mit dem auch schon Schmunkamp zu kämpfen hatte – noch vor dem ersten Wahlgang. Da war es die SPD, die Hüvelmann als Kandidaten beschrieb, „der weniger als 2. Wahl“ sei, der nur wegen eines Postens in Nideggen antreten würde.

„Wir haben uns im Wahlkampf fair verhalten im Gegensatz zur SPD in ihrem Flyer“, sagt Hüvelmann, der sich persönlich diffamiert fühlte – so wie umgekehrt jetzt Marco Schmunkamp. Er hatte sich nach den SPD-Angriffen auf Hüvelmann vom Tonfall distanziert: „Es ging da um Fakten, die aber inhaltlich nicht adäquat transportiert wurden. Der Tonfall hat mir nicht gefallen.“

Den Angriff, er sei nicht neutral, kontert Schmunkamp mit dem Verweis, dass die SPD mit gerade mal sechs Stimmen im Rat nur wenig entscheiden könnte und dem Satz: „Ich werde von der SPD unterstützt, so wie Herr Hüvelmann auch von der MfN unterstützt wird.“ In dieser Situation hält sich Schmunkamps Begeisterung über eine Presserklärung der Grünen, die jetzt zu seiner Wahl aufrufen, auch in Grenzen.

„Natürlich freut einen das, aber man hinterfragt natürlich auch, warum das erst jetzt und nicht schon vorher kam. Das muss man dann später in einem persönlichen Gespräch klären.“ Das wird er im Rathaus wohl auch noch mit Bürgermeisterin Margit Göckemeyer suchen. „Bisher hat sich das noch nicht ergeben“, sagt er.

Wie Hüvelmann hat sich auch Schmunkamp beim Herbstfest blicken lassen. „Ich verfalle aber jetzt nicht mehr in großen Aktionismus. Ich habe noch ein Flugblatt drucken lassen, in dem ich mich für das mir entgegen gebrachte Vertrauen bedanke und meine Wähler bitte, am Sonntag noch mal zur Wahl zu gehen.“

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