Im Kreuzauer Hochland treten Clans zum Wettkampf an

Von: heb
Letzte Aktualisierung:
12760955.jpg
Eine 25-Kilo-Kugel ist für Kreuzaus „Schotten“-Chef Björn Heck (links) kein Problem. Wer schafft die meisten Drehungen? Max Wenker aus Kreuzau versucht sich beim Traktorreifendrehen. Foto: Hendrik Buch
12760958.jpg
Eine 25-Kilo-Kugel ist für Kreuzaus „Schotten“-Chef Björn Heck (links) kein Problem. Wer schafft die meisten Drehungen? Max Wenker aus Kreuzau versucht sich beim Traktorreifendrehen. Foto: Hendrik Buch

Kreuzau. Immer wieder erschallt ein lautes „Pull“ über die Wiese hinter der Festhalle, vor Anstrengung schmerzverzerrte Gesichter ziehen an einem groben Tau. Auf der einen Seite hilft alles Schreien und Kämpfen nicht.

Machtlos müssen die Männer in ihren schottischen Kilts mit ansehen, wie sie nach vorne gezogen werden. Auf der anderen Seite: Jubel.

So standen sich am Samstag die „Mad Dogs“ und die „Paradise Punks“ gegenüber – zwei etablierte Clans, die extra aus Erkelenz und Kempen angereist waren, um bei der zweiten Ausgabe der Kreuzauer „Highland Games“ anzutreten. In ihrem Kampf am Seil ging es um Alles: Nach zehn von elf Disziplinen war die Spitze noch eng beieinander, das finale Tauziehen war entscheidend. An dessen Ende mussten sich die „Mad Dogs“ den „Paradise Punks“ geschlagen geben. Ihr Trost: Die „Punks“ sind amtierender Deutscher und Westdeutscher Team-Meister unter den „Highland Games“-Clubs.

Organisiert wurde die zweite Ausgabe der kaledonischen Spiele im Kreuzauer Hochland vom örtlichen Clan, den „Highland Shadows“. Auch wenn die „Rurschotten“ erst seit knapp drei Jahren in der Szene aktiv sind, so haben sie in der kurzen Zeit doch bereits viele Kontakte und Freundschaften knüpfen können. Entsprechend nahmen einige andere Clans teil. Aber auch für „Laien“ war das Turnier offen: Am besten unter ihnen Schnitt das Team von Wing-Tzun Kreuzau ab.

In den elf Disziplinen mussten die Mannschaften die verschiedensten Aufgaben erledigen. Fünf davon waren traditionelle High-land-Disziplinen, allen voran der „Camber Toss“, der Baumstammüberschlag. „Die Disziplinen sind keinesfalls blanke Fantasie“, erklärt Björn Heck, der Clan-Chief der „Highland Shadows“: „Der Camber Toss ist zum Beispiel ein Belagerungstraining für Wassergräben und Burgmauern.“ Auch andere Disziplinen haben solche Hintergründe. Der Strohsackhochwurf sollte Brandangriffe simulieren, das Floßziehen Brückenzölle ersparen.

Spaß steht im Vordergrund

Probleme, mit denen sich die modernen Highlander zum Glück nicht herumschlagen müssen. Stattdessen stand bei der auch vom Publikum sehr gut besuchten Veranstaltung am Sonntag für alle sichtbar der Spaß im Vordergrund. Selbst der Sturz ins kühle Nass vom Schwebebalken ließ sich bei bestem Sommerwetter da gut verkraften.

Die Kreuzauer „Highland Shadows“ treten übrigens in zwei Wochen das nächste Mal selbst an: Dann wollen sie in Wuppertal den „Paradise Punks“ den Meistertitel klauen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert