Im Gespräch mit den Dürenern bleiben

Von: niko
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Melissa Geray, Larissa Tempelm
Melissa Geray, Larissa Tempelmann und Tamara Aslan (von links) Sängerinnen der Gruppe Tonbande ließen niemanden mt ihren Stimmen beim Tag der offenen Tür auf den Stühlen ruhig sitzen. Ihr Markenzeichen waren einfach wippende Füße und klatschende Hände. Foto: niko

Düren. Schwellenängste zu nehmen und der Öffentlichkeit einen Einblick in die Arbeit und Angebote der psychiatrischen LVR-Fachklinik an der Meckerstraße in Düren zu geben, war der Anlass für den Tag der offenen Tür.

Mit einem breitgefächerten Unterhaltungsangebot und liebevoll erstellten Informationsständen im großen Zelt unterstrich die Klinik, dass ein psychiatrisches Krankenhaus eine ganz wichtige Funktion in der Gemeinschaft hat. Seelische Krankheit geht einher mit der persönlichen Veränderung. Man tut ungewöhnliche Dinge, die in der Umgebung sehr viele Fragen auslösen. Was kann man mit der Akkupunktur am Ohr erreichen? Was leistet die moderne Ergotherapie und wie können Duftstoffe helfen? Eine große Klinik hat da viel zu bieten. An den Informationsständen gab es auf diese Fragen viele Antworten.

Ängste und Befangenheit

„Die seelischen Krankheiten sind auf dem Vormarsch. Dabei ist seelisch krank zu sein anders als körperlich krank zu sein. Die Veränderung eines Menschen nicht zu verstehen, das hat bis heute etwas Erschreckendes. Es löst Ängste und Befangenheit aus”, erklärte die Ärztliche Direktorin der LVR-Klinik, Dr. Ulrike Beginn-Göbel. Viele Besucher nahmen das Angebot an, sich bei den Vorträgen über klassische psychiatrische Themen von kompetenten Referenten informieren zu lassen. „Mit dem Tag heute wollen wir den Kontakt zur Dürener Bevölkerung weiter intensivieren und die Hemmschwelle herabsetzen. Denn jeden kann eine seelische Erkrankung treffen. Die weiter steigenden Belegungszahlen zeigen, dass immer mehr Menschen unsere Hilfe benötigen”, betonte die Klinikchefin, die mit der Besucherresonanz am Tag der offenen Tür sehr zufrieden war.

Musikalischer Höhepunkt des Tages der offenen Tür war der Auftritt der Gruppe „Tonbande” der Louis-Braille-Schule Düren. Poppige deutsche Texte und die drei hervorragenden Stimmen von Melissa Geray, Larissa Tempelmann und Tamara Aslan ließen niemanden im Zelt mehr ruhig stehen. Vor allem der kleine Beatboxer und Percussionist Jean-Claude Lokolongo erzeugte mit seiner Stimme aufregende Klanglandschaften und ließ ein ganzes Schlagzeugset vergessen. Das hervorragende Speisenangebot der Klinikküche und das weitere Rahmenprogramm luden die Menschen ein, auf dem Klinikgelände zu verweilen und mit den Psychologen und Therapeuten viele interessante Gespräche zu führen.
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