Im Dürener Tor: Bis an die Grenze der Möglichkeiten

Von: Bruno Elberfeld
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Die Fotografen Günther und Ma
Die Fotografen Günther und Mathilde Dahmen (v.l.) eröffneten gemeinsam mit Muna Götze, Organisatorin des Kunst- und Museumsvereins Nideggen für die Ausstellungen im Dürener Tor, die Fotoschau. Foto: bel

Nideggen. Da wo sonst Gemälde in Öl, Acryl oder Aquarell hängen, beeindrucken in den nächsten drei Wochen exzellente Fotografien die Besucher, lassen den Atem nach dem anstrengenden Aufstieg zu den Ausstellungsräumen im Dürener Tor in Nideggen ruhiger werden, verursachen ungläubiges Staunen.

„So sehen Orchideenblüten aus?”, fragte eine Besucherin vor Beginn der Vernissage, „und die wachsen hier in der Nähe?” So ging es auch den meisten anderen Gästen der Ausstellungseröffnung. Viele Menschen hatten solche Pflanzen und Blüten schon mal gesehen, aber nicht so, klang das einhellige Fazit.

Die Hobbyfotografen Mathilde und Günther Dahmen aus Soller machen es möglich. Bestückt mit dem nötigen Werkzeug, sprich Fotoapparaten, zieht das Ehepaar schon seit Jahren frühmorgens los, das heißt Aufstehen um 4 Uhr, und wartet auf den Augenblick, wo der Tautropfen auf dem Blütenblatt die richtige Form hat und vielleicht kurz vor dem Abtropfen ist. Das braucht Geduld. „Eine riesige Rolle”, verrät Günther Dahmen”, spielt das Licht.” Mathilde präzisiert: „Die Brillanz des Lichts erzeugt die Stimmung, die unsere Fotos vermitteln.”

An den Fotografien wird am Computer nicht viele herumgewerkelt. Beide Fotobegeisterte wollen die Natur so wiedergeben, wie sie ist. „Wir legen Wert auf eine möglichst natürliche Wiedergabe”, versichert Mathilde Dahmen.

Ihr Motto laute in dieser Hinsicht: Fotografiert wie vorgefunden!

Das Fotografieren selbst, so erzählen beide, sei nicht ohne Mühen. Zu dem geduldigen Warten auf den passenden Moment komme die richtige Stellung, stehend, liegend, hockend, des Fotografen zum Objekt.

Im Wasser stehen

Da merke man selbst bei winterlichen Temperaturen von minus 18 Grad acht Tage lang die Kälte an den Beinen nicht. Oft habe sie schon, berichtet die Fotografin, längere Zeit im Wasser gestanden, ohne mit der Wimper zu zucken. „Wir gehen immer bis an die Grenzen unserer Möglichkeiten”, sagt sie mit einem Lächeln zu ihrem Mann hin. Die Makrofotografien, technisch brillant gemacht, mit einer Ausstrahlung, die jeden Besucher einnimmt, wenn er seine Sensoren auf Empfang gestellt hat, sind eine Meisterleistung, entstanden durch großen Einsatz der Akteure vor Ort in der Drover Heide, im Nationalpark Eifel oder sonst wo in unserer Heimat.

Warum sie diese Mühen auf sich nehmen? Zunächst sei da die Leidenschaft für das Fotografieren, erklärt Mathilde Dahmen.

Liebe zur Natur

Hinzu kämen natürlich, zählt sie weiter auf, die Liebe zur Natur, zu Pflanzen und Tieren, und sie hätten die Aufgabe, Menschen die Natur näher zu bringen, ihre Blicke für die heimische Flora und Fauna zu schärfen.

Die Laudatio zur Vernissage hielt Nideggens Bürgermeisterin Margit Göckemeyer, die zum Dank ein Foto der Drover Heide in Empfang nehmen durfte. Ulrike Schwieren-Höger, Gitarre, und Susanne Rögele, Blockflöte, interpretierten irische Musik aus dem 17. Jahrhundert. Zur Eröffnung begrüßte die stellvertretende Vorsitzende des Kunst- und Museumsvereins, Muna Götze, die zahlreichen Gäste.

Zu sehen sind die Kunstwerke mittwochs von 14 bis 18 Uhr, an Samstagen und Sonntagen von 11 bis 18 Uhr bis einschließlich 2. September 2012.
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