Nideggen - Im Burgenmuseum steht Holz auf dem Programm

Im Burgenmuseum steht Holz auf dem Programm

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Dürens Landrat Wolfgang Spelthahn, Burgenmuseumsleiterin Luzia Schlösser und Dürens KreiskulturausschussVorsitzende Käthe Rolfink freuen sich auf die vielseitige Ausstellung.

Nideggen. Das Material Holz war lange Zeit der wichtigste Bau- und Werkstoff im Mittelalter. Auch heute, im Zeitalter von Stahl und Beton, ist Holz ein wichtiges Element für Kunst und Kultur. Mit über dreihundert Exponaten präsentiert das Burgenmuseum Nideggen ab Sonntag, 10. Mai, ab 12.30 Uhr diesen bedeutenden Werkstoff in mannigfachen Variationen.

Die vielfache Nutzung des Rohstoffs vom zehnten Jahrhundert bis heute zeigen die zahlreichen Exponate. Vom Burgen- und Bootsbau über Holzinstrumente, Alltagsgegenstände, Spielzeuge bis hin zu Skulpturen in sakralen und weltlichen Darstellungsformen können die Ausstellungsstücke teilweise nicht nur betrachtet, sondern auch ausprobiert werden. Von der Holzwachstafel des Mittelalters bis hin zum Laptop können die Holzschiefer- und die Kunststofftafel der siebziger Jahre getestet und verglichen werden.

Wer einmal an einem Holzpult aus den 1920ern schreiben möchte, der ist herzlich eingeladen. Die in der Ausstellung errichtete Fachwerkwand wird vom Besucher nach mittelalterlichem Vorbild mit Weidenzweigen gefüllt. Alle Fans von Holzschuhen und den nie aus der Mode kommenden Holzclogs dürfen gespannt sein: Nicht nur der mittelalterliche Holzschuh und Holzunterschuh – auch Trippe genannt – darf ausprobiert werden.

Zudem wird mit dem Tragekomfort moderner Holz-Designs kräftig experimentiert: Eine Firma aus Berlin hat erlesene Schuhwerke aus ihrer Kollektion eigens für diese Zwecke zur Verfügung gestellt. Spannung ist in Hinblick auf das musikalische Probespiel einer zwei mal drei Meter großen Holzklang-Installation angesagt. Aus heutiger Sicht amüsant ist der in der Ausstellung aufgestellte Holzdachsichtschutz für den mittelalterlichen Abort. Hier darf der neugierige Besucher gerne Probe sitzen. Ein Höhepunkt wird die Präsentation einiger Beispiele des historischen Bootsbaus sein.

Gezeigt wird unter anderem ein „Arby-Ruderboot“, das vier Meter lang und einen Meter breit ist. Dieses Schiff schuf der Bootsbauer Joachim Kreuzer eigens für den Film „Wickie und die starken Männer“. Neben zahlreichen Museen wie dem Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden oder der Turmhügelburg Lütjenburg sowie Institutionen wie die Domschatzkammer Aachen haben zahlreiche Privatsammler und Künstler Exponate beigesteuert. Zu nennen sind die Holzbildhauer Michael Lichtschlag (Köln) und Gesine Rothmund (Hamburg), die zu dieser sehr umfangreichen Schau mit Originalfunden, kostbaren Repliken und eigene Werke beitrugen.

Die musikalische Begleitung gestalten bei der Ausstellungseröffnung sowohl auf mittelalterlichen als auch auf zeitgenössischen Holzinstrumenten Uli Böhmer, Christine Krull-Kosubek und Stefan Wester. Eine Soundperformance der besonderen Art bietet der Ton- und Klangkünstler Georg Zangl. Für Familien wird ab 14.15 Uhr ein Begleitprogramm zur Eröffnung geboten. Die Ausstellung ist von Sonntag, 10. Mai, bis Donnerstag, 31. Dezember, im Burgenmuseum in Nideggen zu sehen. Informationen gibt es im Burgenmuseum unter 02427/6340.

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