IGM fordert Ankopplung an Tarif-Abschlüsse

Von: sj
Letzte Aktualisierung:
11738111.jpg
Etwa 50 Mitarbeiter sind am Donnerstag in den Warnstreik gegangen. Paul Zimmermann von der IG Metall zollte seinen Kollegen Respekt. Foto: Johnen

Birkesdorf. Etwa 50 Mitarbeiter des Birkesdorfer Unternehmens Kuvag Isola Composites GmbH haben am Donnerstag vier Stunden lang die Arbeit niedergelegt und sind in den Warnstreik gegangen. Sie fordern tarifliche Verbesserungen der Arbeitsbedingungen.

Nach einer Kundgebung vor dem Pförtnerhaus an der Isolastraße zogen die Mitarbeiter zu einer Informationsveranstaltung der IG Metall in die Festhalle. Das Unternehmen, das zur österreichischen Kuvag-Gruppe gehört, entwickelt, produziert und vertreibt Isolationstechnik, die unter anderem bei Windrädern und in der Medizintechnik eingesetzt wird. In Birkesdorf sind nach Auskunft der Gewerkschaft IG Metall etwa 70 Mitarbeiter beschäftigt.

„Der seit 2012 geltende Haustarifvertrag wurde zum 31. Dezember 2015 vom Arbeitgeber gekündigt. Seitdem sind die Verhandlungen über den Abschluss eines neuen Tarifvertrags ergebnislos geblieben“, sagte Paul Zimmermann, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Düren. Er zollte seinen Kollegen auf Birkesdorf Respekt, dass sie ihren Forderungen mit einem Warnstreik Nachdruck verleihen. „Uns ist an keiner mutwilligen Eskalation gelegen, wir wollen aber den Druck auf den Arbeitgeber erhöhen“, betonte Zimmermann.

Die Gewerkschafter kämpfen für eine Ankopplung der Entgelterhöhungen für Arbeiter, Angestellte und Auszubildende an die zukünftigen Erhöhungen der Metall- und Elektroindustrie, eine Sonderzahlung in Höhe von 50 Prozent eines Monatseinkommens (bisher 25 Prozent), einen Nachtzuschlag in Höhe von 25 Prozent eines Stundenlohnes von 20 bis 6 Uhr sowie einen Zuschlag für Samstagsarbeit in gleicher Höhe. „Der Arbeitgeber hat angeboten, neben einem Inflationsausgleich 0,5 Prozent für Angestellte und ein Prozent für Arbeiter mehr zu zahlen. Ohne eine Ankopplung der Lohnsteigerungen an die Tarif-Abschlüsse werden die Kollegen abgehängt“, sagte Paul Zimmermann.

„Wir wissen, dass der Markt nicht einfach ist. Aber wir wissen auch, dass das Unternehmen wächst. Davon sollten auch die Mitarbeiter mit Blick auf die Lohnentwicklung profitieren“, sagte der Betriebsratsvorsitzende Marcel Jansen. Für den 22. Februar ist eine neue Verhandlungsrunde geplant. Die Kuvag-Geschäftsführung wollte den Warnstreik mit Verweis auf die laufenden Verhandlungen nicht kommentieren.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert