IG Weinanbau Heimbach erntet 400 Kilogramm Trauben

Von: Gudrun Klinkhammer
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Marita Jaeger ist die Vorsitzende der IG Weinanbau Heimbach. Mit einer speziellen Schere trennt sie die Reben vom Weinstock.
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Die Mitglieder der IG Weinanbau Heimbach freuen sich in diesem Jahr über eine Rekordernte. Foto: Gudrun Klinkhammer

Heimbach. Als lieblich-süß kann der Wein namens Heimbacher Ruraue nicht unbedingt bezeichnet werden. Eher ist dieser seltene Tropfen felsig-herb, aber durchaus süffig. Am Montagnachmittag war es wieder soweit: Die Mitglieder des Interessengemeinschaft (IG) Weinanbau Heimbach arbeiteten bei herrlichem Spätsommerwetter in den Reben im Lehrweinberg am Meuchelberg.

Mit speziellen Scheren schnitten sie die Trauben vom Stock. Marita Jaeger, die Vorsitzende der IG, freute sich: „Nach einem sonnigen Frühjahr und einem regenreichen Sommer können wir eine echte Riesenernte vermelden. So viel Ertrag hatten wir noch nie.“

Etwa 400 Liter Wein

Gut 400 Kilogramm Trauben landeten in großen Bottichen, rund 400 Liter Rebensaft wird diese Ernte ergeben. Zwölf verschiedene Sorten werden seit 19 Jahren am Meuchelberg angebaut, dazu zählen Spätburgunder, Riesling und Weißer Burgunder.

Seit Mai ziehen die Mitglieder der IG jede Woche los, um im Weinberg nach dem Rechten zu schauen. Mit Mehltau befallene Blätter wurden von Hand entfernt, der Boden aufgehackt und Rückschnitte durchgeführt. In Heimbach stehen in unmittelbarer Nähe zum Haus des Gastes 250 Rebstöcke.

Als die IG Weinbau vor 19 Jahren begann, Pläne für einen Lehrweinberg zu entwerfen, wurde zunächst der Boden getestet. Marita Jaeger sagt dazu: „Klar haben wir hier keinen Schieferboden, das hier war früher normales Gartenland.“ Doch die Gegebenheiten finden sich zum Beispiel auch in der Toscana, in Südfrankreich und in Italien, und es entsteht darauf guter Wein.

Winzer übernimmt das Keltern

Der Gartenboden und die Südostlage in Heimbach bekommt den Reben gut, nahezu in jedem Jahr kann aus den Trauben Wein gekeltert und in Flaschen abgefüllt werden. Dieses Prozedere übernimmt für die Heimbacher der Winzer Bernd Kyllburg, der an der Mosel seinen Betrieb führt.

Zur Weinlese am Meuchelberg wurden zwei Flaschen aus dem Jahr 2012 geöffnet und genossen. Der Weinanbau blickt in Heimbach und Umgebung auf eine lange Tradition zurück.

Zahlreiche Flurnamen erinnern noch heute an diesen ehemaligen Wirtschaftszweig: So etwa „In den Wingerten“, „Herrenwingert“, „Kelters“ und „Keltershaus“. Karl der Große versuchte schon, den Weinbau in der Eifel einzuführen. Vom neunten bis zum 20. Jahrhundert wurden Weinberge an der Rur erwähnt.

Initiatoren waren hauptsächlich die Klöster, die es zahlreich in der Eifel und der angrenzenden Region gab. Sie versorgten auch die Pastöre mit dem notwendigen Messwein. Marita Jaeger: „Im kommenden Jahr besteht unsere IG seit 20 Jahren. Mit Aktionen rund um das Jahr werden wir dieses Jubiläum feiern.“

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